Angedacht

„Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur!“, so, liebe Leserin, lieber Leser, lautet der Wochenspruch für kommende Woche.

Viele von Ihnen werden jetzt die Stirne runzeln und sich fragen: „Was will der?“ Dabei kann das, was Paulus hier in seinem 2. Brief an die Korinther schreibt, gar nicht so schwer zu verstehen gewesen sein. Denn er sprach zu ganz normalen Menschen wie du und ich. Ich erinnere mich an eine schöne Geschichte, die ein Kollege vor kurzem wiedergab: Ein alter Indianer denkt darin über zwei Wölfe nach, die offenbar in seiner Seele um die Wette heulen; der eine eine reißende Bestie, der andere eine mitfühlende Seele. Gewinnen wird der, den er füttert, so beschließt der alte Indianer seine Überlegung. Und ist es nicht so: Füttere ich meine Seele mit Hass erfüllter Musik, verbringe ich meine Zeit mit Gewalt erfüllten Filmen und Videospielen, dann wird meine Seele auch immer weiter in diesen Abgrund von Hass und Gewalt hineingezogen werden. „Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehen, dass er nicht dabei zum Ungeheuer werde. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein“, so schrieb F. Nietzsche. Pflege ich meine Seele aber mit wohltuender Musik, erfreue ich mich an der gerade jetzt erblühenden Natur, dann ist das Wellness für mich und meine Seele. Das ist es, was Paulus meint. Verinnerlichen wir uns die frohe Botschaft von Ostern, dann sind wir auf der sicheren Seite. Jesus Christus ist für uns gestorben und wieder auferstanden. Deswegen ist mit dem Tod nicht alles aus. Wir werden auferstehen in ein ewiges Leben. Diese Botschaft soll uns befreien zu einem fröhlichen, friedlichen und freien Leben. Es liegt also auch an uns, welchen Mächten wir uns ergeben. Natürlich, es gibt den Teufel, die Bibel schreibt von ihm, glauben aber sollen wir an Gott. „Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur!“

Es grüßt Sie

Pfarrer M. Ehrlichmann,  Ichtershausen

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