Was genau ist eigentlich ein Albert-Schweitzer-Kinderdorf?

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Familie XXL: Eine Albert-Schweitzer-Kinderdorffamilie bietet Schutz, Geborgenheit und echte Zukunftsperspektiven.

© Foto: Albert Schweitzer Familienwerk

Uslar (wrs) - Zum Angebot des Kinderdorfes Uslar gehören vier Erziehungsstellen mit insgesamt sieben Plätzen sowie zwei Wohngruppen mit 18 Plätzen und zusätzlich zwei Verselbstständigungseinheiten. Eine in Planung befindliche dritte Wohngruppe mit voraussichtlich neun Plätzen kommt bald hinzu. Das Fundament des Albert-Schweitzer-Kinderdorfes in Uslar bilden aber die acht Kinderdorffamilien, in denen insgesamt 35 Kinder und Jugendliche betreut werden. Hierüber freut sich die Bereichsleitung Marina Seck.

Die Hausleitungen oder Kinderdorfeltern stellen sich einer großen Herausforderung und nehmen bis zu sieben Kinder und Jugendliche, die aus den unterschiedlichsten Gründen nicht bei ihren Eltern leben können, in ihre Familie auf. Auf diese Weise erhalten die Kinder und Jugendlichen optimale Entwicklungschancen. Pädagogische Fachkräfte und Hauswirtschaftskräfte unterstützen die Kinderdorfeltern im Alltag. Das pädagogische Konzept im Albert-Schweitzer-Kinderdorf ist vor allem durch Fachlichkeit und Teamarbeit geprägt.

Die Kinderdorffamilie schafft ein stabiles Lebensumfeld und einen verlässlichen Beziehungsrahmen. Die Elternrolle übernehmen dabei unsere Kinderdorfeltern. Die leiblichen Kinder wachsen zusammen mit den betreuten Kindern und Jugendlichen auf. Im Sinne von Albert Schweitzer steht sowohl das Miteinander als auch das Füreinander im Mittelpunkt des Alltags jeder einzelnen Kinderdorffamilie. Jede Kinderdorffamilie bewohnt ein eigenes Haus mit Garten und gestaltet ihren Alltag selbstständig. Gemeinsame Mahlzeiten, Freizeit, Feste und Urlaube schaffen eine familiäre Atmosphäre, die Halt und Geborgenheit gibt.

Die intensive Form des Zusammenlebens in einer Kinderdorffamilie bietet den jungen Menschen Stabilität, Verlässlichkeit und Schutz. Die Kinderdorfeltern bleiben für viele junge Menschen auch dann noch Rückhalt und Anlaufstelle, wenn sie längst selbständig sind und eigene Familien haben. Die Gemeinschaft des Kinderdorfes Uslar ist mit insgesamt acht Kinderdorffamilien stark und lebendig. Seit der Gründung des Kinderdorfes vor über 60 Jahren fanden insgesamt 500 Kinder in den Kinderdorffamilien für kurze oder lange Zeit ein Zuhause. Auf Schweitzers Ethik basiert das Wirken aller im und für den Verein Tätigen: "Wir wollen jedes Kind in seiner Persönlichkeit achten, in seiner individuellen Eigenart annehmen, in seinen Fähigkeiten stärken und fördern", sagt Tobias Halter.

Das Jugendwohnen mit sieben Plätzen, die Fachberatung Pflegefamilien, ein integrativer Kindergarten, ein Jugendcamp und ein Berufsförderzentrum runden das Angebot des Kinderdorfes Uslar ab. Alle Infos sind unter www.kinderdorf-uslar.de zu finden.

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