7. Seniorentag im Arnstädter Rathaus

Senioren auf dem Vormarsch

Arnstadt (ke) - Es war bereits der siebente Seniorentag in Arnstadt, der dritte im neu sanierten Rathaus und der letzte, zu dem Hans-Christian Köllmer die Seniorinnen und Senioren als Bürgermeistermeister begrüßen konnte.

Bild anzeigen

Auch zum Umgang mit Demenz konnten sich die Besucher informieren und beraten lassen.

© Foto: Kerstin Engelmann

„Im nächsten Jahr sitze ich auf Ihrer Seite“, scherzte der scheidende Bürgermeister vom Rednerpult. In die Zukunft blickend ergänzte er: „Wir werden die Mehrheit sein.“ Und die Statistiken und Prognosen zur Bevölkerungsentwicklung geben ihm Recht. Aber nicht nur die Zahl der Senioren steigt stetig. Das Leben im Alter erhält zunehmend eine andere Qualität. Menschen leben nicht nur zunehmend länger, sondern sie bleiben auch länger aktiv. Sie sind fitter und wesentlich interessierter an ihrer Umwelt als die Generationen zuvor, stellte Dr. Hartmut Schubert, Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit, fest. „Das Ehrenamt ist eine tragende Säule der Gesellschaft“, betonte er. Immerhin sei jeder Fünfte im Alter von 60 bis 69 Jahren ehrenamtlich aktiv. Und selbst bei den 70- bis 79-Jährigen sei es noch jeder Siebente. Gerade für diese aktiven und engagierten Senioren würde Schubert sich in Thüringen mehr so gut organisierte Seniorenbeiräte wie den Arnstädter wünschen. In dessen Händen lag auch in diesem Jahr wieder die Vorbereitung des Seniorentages im Rathaus.

Bild anzeigen

Am Fahrsimulator der Landesverkehrswacht konnten die Senioren ihr Reaktionsvermögen testen.

© Foto: Kerstin Engelmann

Und der Bedarf an diesen Informationsveranstaltungen scheint groß zu sein, wie das Interesse der zahlreichen Senioren belegte. Während sie zur offiziellen Eröffnung noch der Blechblasmusik der Dörrberger Musikanten lauschen konnten, hatten sie im Anschluss die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden. So zum Beispiel am Fahrsimulator der Arnstädter Verkehrswacht. Ein Programm überrascht hier die senioren mit Situationen, in denen sie hinter dem Lenkrad blitzschnell reagieren müssen. Die Ergebnisse unterscheiden sich dabei recht stark, wie Dittmar Heyder von der verkehrswacht feststellen konnte. Die Senioren konnten aber auch mit einer „Rauschbrille“ versuchen, auf einer Linie zu balancieren, um so die Auswirkungen von Alkohol auf die Koordination zu testen.

An den Ständen der rund 40 Aussteller gab es neben Blutdruck- und Blutzuckercheck oder Seh- oder Hörtests natürlich jede Menge Informationen. Ob barrierefreies Wohnen, Gehhilfen und altersgerechte Fortbewegungsmittel, Umgang mit Demenz, Kontakt zu Selbsthilfegruppen, Reisen und Fitness im Alter - es gab eigentlich nichts, zu dem sich nicht zumindest eine Informationsbroschüre auf einem der Tische finden ließ.

Und auch die Regelschule „Robert Bosch“ beteiligte sich zum wiederholten Mal und lockte mit selbstgebackenem Kuchen und frischen Kaffee an ihren stand. Die Schule pflegt eine Kooperation mit der Seniorenwohnpark Dorotheental AG, um die Generationen einander näher zu bringen und voneinander zu profitieren.

Bewerten Sie diesen Artikel

0.0
0,0 (0 Stimmen)

Möchten Sie diesen Artikel

Versenden Drucken
Anzeige

Noch keine Kommentare vorhanden

Zu diesem Artikel wurde noch kein Kommentar hinterlassen, schreiben Sie doch den ersten.

Diesen Artikel versenden

Absender-E-Mail:*
Empfänger-E-Mail:*
Nachricht:*

* Pflichtfelder
Als Startseite festlegen Facebook Twitter RSS-Feeds Mobile