Bürgergenossenschaft Badeland eG gegründet

Bürgergenossenschaft Badeland eG gegründet - Perspektive Badeland 2012

Uslar (cj) – Am 22. Mai 2012 gründeten im Forum des Gymnasiums 213 Personen als Gründungsmitglieder, mit zusammen 578 Geschäftsanteilen und mit der Wahl eines Aufsichtsrates und Vorstands, die Bürgergenossenschaft Badeland eG. Bis zum Jahresende soll das Uslarer Schwimmbad wieder in Betrieb genommen werden. Bis dahin, wird die Schwimmbad-Anlage auch durch die Stadt auf Stand-by gehalten.

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213 Stimmen bei Gründungsversammlung der Bürgergenossenschaft Badeland eG in Uslar.

© Foto: Junginger

Als vor einem Jahr, am 31. Mai 2011, das Uslarer Badeland bis auf Weiteres aus Kostengründen geschlossen wurde, entstand rund Volker Fuchs vom DLRG eine Initiative, die sich zum Ziel setzte, eine Wiederinbetriebnahme zu prüfen. Das in 1976 erbaute Schwimmbad wurde dann unter technischen, finanziellen und betriebsorganisatorischen Gesichtspunkten gründlich unter die Lupe genommen.

Die ehrenamtlich erstellte Machbarkeitsstudie, an der auch zahlreiche Uslarer Betriebe beteiligt waren, stellte die Initiative bei einer öffentlichen Versammlung den Bürgern vor, in der auch der Förderverein gegründet wurde. Heute zählt der Förderverein Badeland e.V. 370 Mitglieder. Der Vorstand des Fördervereins bekam den Auftrag, das Geschäftsmodell vorzubereiten und hierfür weiter zu werben. Diese Bürgergenossenschaft für das Uslarer Badeland, wurde nun knapp ein Jahr nach in der vorläufigen Schließung des Schwimmbades gegründet. Sollte die Inbetriebnahme des Uslarer Badelandes gelingen, hat sich die Stadt Uslar bereit erklärt, an den Kosten für die  kommenden fünf Jahre, jeweils 170 000 Euro beizutragen. Der Rest soll u.a. über Einsparungen bei den Betriebskosten, durch teils ehrenamtliche Mitarbeiter, einer Erhöhung der Eintrittsgelder, der Vermietung an Gruppen (z.B. Schulsport oder Krankengymnastik), Patenschaften, Sponsor- und Subventionsbeiträge sowie Stiftungsgelder erwirtschaftet werden. Vorbilder für dieses Geschäftsmodell der Bürgergenossenschaft - in der Jedermann, verbunden mit dem Erwerb eines Genossenschaftsanteils (50 Euro) Mitglied werden kann -, waren die Schwimmbäder in Nörten-Hardenberg und in Bad Gandersheim. Mit den Genossenschaftsanteilen können die Mitglieder keine finanziellen Gewinne erzielen. Das Risiko übersteigt allerdings auch nicht mehr, als die eigenen Anteile der Mitglieder. Haftbar ist lediglich der Vorstand, der durch den Aufsichtsrat und um die zwei Jahre, durch die Genossenschaftliche Prüfungsverband e.V. einer Prüfung unterzogen wird.

Die Gründungsversammlung hat Perspektiven aufgezeigt. Vor Inbetriebnahme des Schwimmbades, sind größere Investitionen in die Technik notwendig. Der Erfolg steht und fällt aber auch langfristig mit dem  Bürgerengagement und den Badegästen.

Als Wahlleiter der Gründungsversammlung der Bürgergenossenschaft Badeland wurde Hans-Wolf Richter gewählt. Hans-Wolf Richter ist Mitarbeiter beim Genossenschaftsverband e.V. (Prüfungsverband für Genossenschaften); Schriftführer der Generalversammlung und der Wahlen war Volker Fuchs. Jedes Mitglied hat, unabhängig von der Anzahl an Genossenschaftsanteilen, jeweils eine Stimme.

Für den Aufsichtsrat wurden vorgeschlagen und gewählt: Martin Adolph (1. Vorsitzender), Michaela Haffner-Borchert (Stellvertr. Vorsitzende), Dirk Landskron, Jens Liedke, Eberhard Otto, Justus Pahlow und Eberhardt Tegtmeyer. Für den Uslarer Bürgermeister ist bereits ein Platz im Aufsichtsrat reserviert.

Für den Vorstand wurden vorgeschlagen und gewählt: Andreas Bleul, Peter Ellies, Volker Fuchs und Christina Johanning.

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