Heiligste Dreifaltigkeit

Neues Glockenläuten am Freitag

Beverungen (brv) - Einer alten katholischen Tradition folgend wird mit Beginn der Fastenzeit an allen Freitagen des Jahres (mit Ausnahme des Karfreitages) die jeweils größte Glocke der Kirchen um 15 Uhr läuten.

Dieses ist die biblisch überlieferte Todesstunde Jesu. So wie das Glockenläuten an jedem Sonntag die Auferstehung des Herrn verkündet, sollen die gläubigen Christen in besonderer Weise auch an seinen Tod, seine Hingabe am Kreuz erinnert werden, mitten im Alltag. Im Pfarrgemeinderat und im Pastoralteam waren sich alle einig, dass ein Läuten zu besonderer Zeit die Aufmerksamkeit auf diese besondere Glaubenswahrheit lenken kann: Gott gibt sich in tiefster Weise durch den Tod Jesu am Kreuz in das Leid und sogar in den Tod der Menschen hinein, er nimmt Anteil. „ Wir werden daran erinnert, dass auch wir zu Anteilnahme und Gebet für die Leidenden und Sterbenden und Toten aufgerufen sind. Gerade in dieser Zeit der Corona-Pandemie und darüber hinaus scheint uns das ein wichtiges Zeichen zu sein“, erläutert Pfarrer Frank Schäffer.
„Vielleicht nehmen Sie dieses Läuten auch zum Anlass ein Gebet zu sprechen, vielleicht (wie der Bundespräsident es vorschlägt) ein Licht ins Fenster zu stellen oder den Kreuzweg zu beten. Gerade dann, wenn in diesen Zeiten das gemeinsame Kreuzwegbeten schwierig sein wird, laden die Kreuzwegbilder in unseren Kirchen oder auch draußen (wie auf dem Jakobsberg) zum einzelnen Gebet ein. Hefte mit einem Kreuzweg zum Beten liegen in unseren Kirchen aus. Diese Tradition des Läutens zur Todesstunde Jesu wollen wir wegen ihrer allgemeingültigen und zeitlosen Aussagekraft dauerhaft beibehalten“, erklärt Schäffer weiter

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