Stellungnahem der Junge Union Beverungen

Statt „Grüner Wiese“ eine „Strahlende Zukunft“?!

Beverungen (brbs) - Die Junge Union Beverungen stellt sich klar gegen die Pläne des Bundesumweltministeriums, welches vorsieht, in Würgassen ein Zwischenlager für schwach und mittelradioaktiven Müll zu errichten. „Die desaströse Informationspolitik des Ministeriums und der Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung ist eine Frechheit und Zumutung für die Bevölkerung“, so der Vorsitzende Luis Hegerring.

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Der Vorstitzende der Junge Union Beverungen, Luis Hegerring. 

© Foto: privat

„Wir können nicht nachvollziehen, warum eine derart hohe Gewichtung auf dem Gleisanschluss und nicht etwa auf der Entfernung zum Schacht Konrad, dem Endlager, liegt. Der Gleisanschluss ist ohnehin in Frage zu stellen, da dieser seit Jahren verwildert und umfassend saniert werden müsste, um von Zügen mit atomarem Müll befahren zu werden. Dabei muss auch die katastrophale Bahnstrecke in Richtung Göttingen erwähnt werden, welche selbst für den Personenverkehr mehr als gewöhnungsbedürftig ist. Mit Schrittgeschwindigkeit über unbeschrankte Bahnübergänge auf einer eingleisigen Strecke zu fahren, gibt uns nicht das Gefühl der Sicherheit, dass auf diese Strecke täglich radioaktiver Müll nach Würgassen und von dort wieder zum Schacht Konrad gefahren werden kann. Die Bevölkerung und örtliche Vertreter bei so einer weitreichenden Entscheidung nicht einzubeziehen und die Befürchtungen und Ängste der Menschen vor Ort nicht ernst zu nehmen, ist ein nicht hinnehmbarer Zustand in einer demokratischen Gesellschaft. Genauso muss das Gedankenspiel erlaubt sein, was passiert, wenn der Schacht Konrad nie in Betrieb genommen wird. Die Eröffnung des Schachtes wurde schon zum wiederholten Mal verschoben und sollte eigentlich im Jahr 2013 stattfinden. Nun soll dies im Jahr 2027 geschehen, da ist dieses Gedankenspiel nicht abwegig. Was dann mit dem in Würgassen ab 2027 zwischengelagerten Müll passieren wird, will ich mir gar nicht ausmalen. Ein unausgesprochenes Endlager ist die Folge. Die Auswirkungen für die Gesundheit der Bevölkerung, der nachfolgenden Generationen und des Tourismus wären drastisch. Wenn eine grüne Wiese, wie nach dem Rückbau des AKW Würgassen, versprochen wurde und dann ein Zwischenlager für schwach und mittelradioaktiven Müll entsteht, kann etwas nicht richtig laufen. Wir rufen deshalb auf, sich an der Petition gegen dieses Vorhaben zu beteiligen“, so Luis Hegerring.

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