Arnstadt (ke) - Auch wenn es im Sprichwort heißt „Alles neu macht der Mai“ - im Arnstädter Tierpark Fasanerie mussten die Mitarbeiter nicht erst auf den Wonnemonat warten.
Die Mitarbeiter des Tierparks "Fasanerie" sind dank einheitlicher Kleidung jetzt für Besucher besser zu erkennen.
© Foto: Kerstin EngelmannBereits seit einigen Wochen können sie einheitlich gekleidet ihren Dienst antreten. Ausgestattet mit einer neuen Arbeitshose, T-Shirt, Poloshirt, Sweatshirt und Jacke ist das Team jetzt für jedes Wetter perfekt ausgestattet. Die Aufschrift „Tierpark Fasanerie Arnstadt“ und der Name jedes Mitarbeiters zieren die dunkelgrünen Oberteile. So sind die Pfleger für Besucher nicht nur leichter zu erkennen, sondern auch besser ansprechbar.
Finanziert wurde die Erstausstattung der Mitarbeiter, die durch die Beschriftung und Funktionalität immerhin mit 4.500 Euro zu Buche schlägt, durch zahlreiche Spenden von Tierparkbesuchern, aber auch von den Markthändlern. „Damit ist erst einmal ein Anfang gemacht“, so Kulturbetriebschef Christoph Gösel, der noch „Ausbaustufen“ offen lässt, was spätere zusätzliche Wechselkleidung betrifft.
Gemeinsam mit Tierparkleiter Maik Wedemann und Anita Büchner, die im Tierpark vor allem das Geflügel hegt und pflegt, sorgen sich momentan zwölf Mitarbeiter aus der Marienstift-Werkstatt am Kesselbrunn um das Wohl der rund 200 Tiere. Neben Dam- und Muffelwild und verschiedenen Haustierarten wie Pferden, Ziegen oder Schafen hat der kleine Tierpark auch Exoten zu bieten. Seit 2010 gehören die zur Gattung der Lemuren gehörenden Kattas zu den Lieblingen im Tierpark. Aber auch vom Aussterben bedrohte Arten wie Europäischer Uhu, Steinkauz und Wildkatze finden sich unter den tierischen Bewohnern. Auch Hirsch Heinrich und seine drei Hirschkühe sowie die drei Muffeldamen, die im vergangenen Herbst aus dem aufgelösten Wildgehege am Stausee Hohenfelden neu in die Fasanerie kamen, haben sich gut eingelebt, so Wedemann und er ergänzt: „Heinrich ist jetzt auch schon nicht mehr so dick, da er artgerechter gefüttert wird.“
Überhaupt kann der kleine Tierpark mit über 23.000 zahlenden Besuchern im Jahr 2011 auf seine bisher erfolgreichste Saison zurückblicken. Und die Zahlen der ersten Monate stimmen Maik Wedemann optimistisch, dass man auch in diesem Jahr daran anknüpfen kann.
Auch wenn sich in den vergangenen Jahren auf dem 2,5 Hektar großen Gelände einiges getan hat, noch sind einige Wünsche offen. Dringend notwendig wäre beispielsweise eine Kur für die Sittichanlage. Sowohl die Bausubstanz als auch die Stallhygiene entsprächen hier nicht mehr den modernen Standards, so der Parkleiter. Um hier aber aktiv werden zu können, muss in Arnstadt erst der Haushalt verabschiedet werden.
Gute Nachrichten gibt es indes vom grünen Klassenzimmer. Nachdem es Ostern zum ersten Mal als Bastelstation genutzt wurde, fehlen nun lediglich noch die Waschmöglichkeiten und etwas Mobiliar, bevor es voraussichtlich zum 31. Arnstädter Tierparkfest am 1. Juli endgültig seiner Bestimmung übergeben werden kann.
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