Reiseleben - Lebensreise

Text(ile) Erinnerungen an vergessenen Dichter

Gieselwerder (ozm) - Die Kabinettsausstellungen des Weberei-Museums Kircher in Gieselwerder sind immer etwas Besonderes. Man erinnere sich nur an „Sakrale Textilein der Koptischen Kirche“ mit dem Koptischen Bischof Damian oder an die „Schneewittchen-Ausstellung“ mit Sabine Lansing, Schmuckdesignerin aus Helmarshausen im letzten Jahr.
Am 17. Mai 2015 erinnert das Weberei-Museum als Beitrag zum Internationalen Museumstag an den nahezu vergessenen Dichter Werner Helwig (1905-1985).
Er war die literarische Stimme der bündischen Jugend: Burgpoet auf der Waldeck, Globetrotter, Emigrant, Weltbürger, Literat usw. Berühmt wurde er mit seinem Roman „Raubfischer in Hellas“, der Anfang der fünfziger Jahre mit Maria Schell verfilmt wurde. Sein Leben war wie ein funkelnder Diamant, schillernd in vielen farbenfrohen, aber auch düsteren Facetten. Von seinen Reisen in alle Welt, hat Werner Helwig viele – vor allem textile – Andenken mitgebracht. Deshalb freut sich der altbündische Museumsleiter Timur B. Kircher in dieser Sonderausstellung eine Auswahl von Texten und Textilien aus Werner Helwigs „Reiseleben“ und seiner „Lebensreise“ präsentieren zu können. Der besondere Dank gilt Ursula Prause aus Barssel, der Nachlassverwalterin Werner Helwigs, die diese Sonderausstellung durch großzügige ihre Unterstützung erst möglich gemacht hat.
Die Ausstellung dauert vom 17. Mai bis zum 30. August 2015. Das Museum ist an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen von 14 bis 17 Uhr geöffnet – am Internationalen Museumstag von 11 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei, aber über Spenden freut sich der Förderverein des Museums. Kaffee, Tee und Kuchen gibt es ebenfalls gegen Spenden.
Die Adresse lautet Weberei-Museum Kircher, Steinweg 2, 34399 Oberweser/Gieselwerder.

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