Viel Licht zum 25. Geburtstag - Waldenserfreunde Gottstreu/Gewissenruh

Gottstreu (hai) - Seit immerhin 25 Jahren besteht das Gottstreuer Waldensermuseum – Grund genug für die Waldenserfreunde, mit einem Gottesdienst und Empfang im Dorfgemeinschaftshaus an ein Vierteljahrhundert Museumsarbeit zu erinnern.

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Die Waldenserfreunde Gottstreu/Gewissenruh feierten den 25. Geburtstag ihres Museums.

© Foto: privat

Initiatoren des im Mai 1991 zunächst als „Waldenserstube“ eröffneten Museums waren der damalige Gottstreuer Ortsvorsteher Willi Wolfarth, Dorfchronist Reinhard Brunst, Bürgermeister Roland Henne und Thomas Ende (Veckerhagen), durch dessen Initiative die Waldenserforschung seit Mitte der 1980er Jahre in Oberweser neue Impulse erhielt. Mit der Einrichtung eines Museums sollte ein „bleibendes und sichtbares Gedächtnis“ für die Waldenser- und Ortsgeschichte geschaffen werden.
Bereits vier Jahre nach der Eröffnung konnte das Museum vom Untergeschoss des DGH in die ehemalige Gottstreuer Schule umziehen und umfasst heute als Spezialmuseum drei Etagen mit rund 220 Quadratmetern.
Die Ausstellung wird inzwischen auch überregional beachtet und zieht viele auswärtige Besuchergruppen an. Eine enge Zusammenarbeit besteht insbesondere mit der Deutschen Waldenservereinigung (Baden-Württemberg).
Bei aller Geschichtsverbundenheit soll das Museum aber auch dazu anregen, sich dem eigentlichen Waldenserthema zu nähern: Glaube und Bekenntnis. Erst dann seien Sinn und Zweck des Museums erfüllt und der Brückenschlag in die Gegenwart könne gelingen, führte Museumleiter Thomas Ende aus. Denn vor mehr als 300 Jahren waren die Waldenser um des evangelischen Glaubens willen aus dem Piemont vertrieben worden. Der christliche Bezug sei der Kern des so genannten „Waldenser – oder Hugenottenerbes“.
Kreisbeigeordneter Burkhard Schneider von Lepel überbrachte in Vertretung des Landrats Grüße des Landkreises Kassel.
Jürgen Noll, 1. Beigeordneter der Gemeinde Oberweser, hatte ein besonderes Jubiläumsgeschenk mitgebracht: Das Waldensermuseum wird in den nächsten Tagen auf allen Ebenen mit einer neuen Beleuchtungsanlage ausgestattet.
Die Maßnahme wird insbesondere durch das Hessische Kommunal-Investitionsprogramm finanziert. Thomas Ende und sein Stellvertreter Rolf Mazet zeigten sich hoch erfreut über diese Initiative und wiesen darauf hin, dass die Beleuchtungsanlage Ansporn sei, in absehbarer Zeit auch eine thematische Neuordnung des Museums vorzunehmen.
Zur Abrundung der Jubiläumsfeier waren die sehr zahlreich erschienenen Freunde der Waldenser zu Kaffee und Kuchen aus dem Gottstreuer Backhaus eingeladen.

 

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