SPD erinnert an Hans Koschnik

Verbindung zu Bad Karlshafen

Bad Karlshafen (brv) - Der langjährige Bremer Bürgermeister Hans Koschnick ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Sein Tod wird aus besonderem Anlass auch in Bad Karlshafen mit großer Anteilnahme zur Kenntnis genommen, denn über 50 Mal hat der SPD-Politiker in Hessens nördlichster Stadt zusammen mit seiner Ehefrau Christine seinen Urlaub verbracht.

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Das Ehepaar Christine und Hans Koschnik mit dem damaligen SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Jürgen Seitz (l.) anlässlich der Fahrt mit der „Hessen“ im Jahr 2001 während seines 45.Aufenthalts in Bad Karlshafen.

© Foto: privat

Besonders in den achtziger und neunziger Jahren war er auf dem Höhepunkt seines politischen Schaffens vielen Bürgerinnen und Bürgern sehr bekannt. Selten blieb es bei verstohlenen Blicken, wenn die Koschniks von ihrer immer wieder aufgesuchten Pension am C-D-Stunz-Weg aus zu Wanderungen in den Solling oder den Reinhardswald aufbrachen; oft wurden sie dabei auch angesprochen und immer hatte der auch im politischen Alltag mit oft hemdsärmeliger Art agierende Hans Koschnik ein freundliches Wort auf den Lippen.
Zahlreiche Veranstaltungen des SPD Ortsvereins Bad Karlshafen bereicherte der spätere EU-Beauftragte für die Herzegowina und den Wiederaufbau der geteilten Stadt Mostar mit seinen Beiträgen, so u.a. mit einem Vortrag zur Situation im Ex-Jugoslawien nach dem Bürgerkrieg im städtischen Kursaal. Anlässlich einer Fahrt mit der „Hessen“ ehrte 2001 der damalige Bürgermeister Rolf Schließmann Hans und Christine Koschnik für den 45. Urlaub in Bad Karlshafen. Insgesamt war die Familie Koschnik über 50 mal in Bad Karlshafen.
In den letzten Jahren konnte das Ehepaar Koschnik den Urlaub nicht mehr in Hessens nördlichster Stadt verbringen, aber die Kontakte zu der Urlaubspension Buermeister und dem ehemaligen Ortsvereinsvorsitzenden Jürgen Seitz blieben bestehen und Hans und Christine Koschnik nahmen immer noch Anteil an der Entwicklung der Stadt.
Mit 26 Jahren war Hans Koschnik das jüngste Mitglied der Bürgerschaft Bremens geworden, mit 34 Jahren wurde er Innensenator. Von 1967 bis 1985 war der SPD-Politiker Regierungschef des kleinsten Bundeslandes. Nach dem Bürgerkrieg kümmerte er sich in Ex-Jugoslawien als EU-Administrator um den Wiederaufbau.

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