Thüringen (SPD-Fraktion Thüringen) - Eleonore Mühlbauer, die landwirtschaftspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag, begrüßt die Ernennung der Musikerin Christina Rommel zur Genussbotschafterin Thüringens. Die Ernennung erfolgte im Rahmen des Festaktes 20 Jahre Thüringer Qualitätszeichen „Original Thüringer Qualität“. „Frau Rommel ist eine Sympathieträgerin, die die Thüringer Produkte als Marke noch populärer machen kann“, erklärt Mühlbauer.
Laut der Landtagsabgeordneten ist es auch ein gutes Zeichen, dass „die Nachfrage nach Produkten mit einer Qualitäts- und Herkunftsgarantie gestiegen ist. Das ist in jedem Fall ein positives Signal für die Branche.“ Es sei allerdings auch an der Zeit, dass sich Reinholz für die Herstellung nachhaltiger Produkte einsetze. Auf Massentierhaltung zu bauen, sei keine Lösung.
„Der Landwirtschaftsminister darf nicht die selben Fehler wiederholen, die er bereits als Wirtschaftsminister begangen hat“, so Mühlbauer. „Thüringen darf auch in der Tierhaltung nicht auf eine Billigproduktion setzen! Qualität hat eben ihren Preis.“
„Die ständigen Aussagen von Minister Reinholz bezüglich neuer Anlagen zur Massentierhaltung machen deutlich, dass er zu sehr in der Dimension von Profit denkt“, kritisiert die Agrarpolitikerin. Das habe nichts mit nachhaltiger Landwirtschaft zum Wohle der Erzeuger, Verbraucher und Tiere zu tun.
„Anlagen mit mehreren tausend Tieren sollten nicht mehr genehmigt werden, da die Auswirkungen für die Tiere, den Boden und das Grundwasser nicht vertretbar sind“, so die Landtagsabgeordnete. „Wo so viele Tiere gemästet werden, um in möglichst kurzer Zeit möglichst viel Fleisch anzusetzen, fallen Millionen Tonnen von Ausscheidungen an und es werden Millionen Liter Wasser verbraucht. Auch Medikamente wie Antibiotika, die den Tieren zur Vorbeugung gegeben werden, gelangen mit den Ausscheidungen in den Boden und ins Grundwasser. Es muss unser Ziel sein, dies in Zukunft zu minimieren“, so Mühlbauer.
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