Gartenschläfer-Hinweise bitte melden

Die Schlafmaus mit der Zorro-Maske

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Gartenschläfer sind zwischen 12 und 17 Zentimetern groß und haben einen langen, buschigen Schwanz.

© Foto: djd/BUND/Jiri Bohdal

(djd) - Wenn im Frühling die Gartensaison wieder startet, beendet auch der Gartenschläfer seine Winterruhe. Dieses kleine Tier ist ein Verwandter des Siebenschläfers aus der Familie der Schlafmäuse. Die Gartenschläfer werden immer seltener: Mehr als 50 Prozent ihrer bekannten Bestände sind in den letzten 30 Jahren verschwunden. In einigen Regionen Deutschlands kann man die Tiere schon gar nicht mehr antreffen. Die Ursachen dafür sind noch unklar. Der BUND, die Universität Gießen und die Senckenberg Forschungsgesellschaft untersuchen daher aktuell in ihrem Projekt "Spurensuche Gartenschläfer" die Gründe für das Verschwinden des Nagetieres. Ihr Ziel ist es, die Tierart vor dem Aussterben zu bewahren. Wer einen Gartenschläfer gesehen oder gehört hat, kann helfen und dies unter www.gartenschläfer.de mitteilen. Die "Spurensuche Gartenschläfer" wird im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert.

 

Wie erkennt man, dass Gartenschläfer anwesend sind?

Die besonders geschützten Tiere haben ein rotbraun-grau gefärbtes Fell. Auffällig ist ihre schwarze Zeichnung um die Augen. Sie sieht aus wie eine Zorro-Maske. Da Gartenschläfer nachtaktiv und somit selten anzutreffen sind, sollten Gartenbesitzer die Augen und Ohren auch nach weiteren Hinweisen offen halten. Dazu zählen zum Beispiel Geräusche im Frühling. Wenn die Männchen um die Gunst der Weibchen buhlen, wird es auch schon mal recht laut. Ihr Quieken, Pfeifen und Murmeln ist dann die ganze Nacht hindurch zu hören. Stehen Obstbäume im Garten? Dann werden bei Anwesenheit des Gartenschläfers die typischen Fraßspuren zu sehen sein. Wie ein Apfel aussieht, der vom Gartenschläfer angeknabbert wurde und wie sich die Geräusche der kleinen Nager anhören, erfährt man ebenfalls auf der Gartenschläfer-Webseite.

 

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Auf Streuobstwiesen aber auch in Gärten sind Gartenschläfer gern zu Hause.

© Foto: djd/BUND/Michael Papenberg

Wie können Menschen den Gartenschläfern helfen?

Um den Gartenschläfern bessere Überlebenschancen zu bieten, sollten Gärten naturnah gestaltet werden. In Hecken, Wildblumenwiesen und Staudenbeeten findet der kleine Allesfresser Insekten, Würmer und Schnecken. Höhlenbäume, Wildsträucher und Steinhaufen sind wichtige Rückzugsorte, ebenso wie Vogelnistkästen. Diese sollten aus rauem, ungehobeltem Holz sein, damit es die Jungen im Frühjahr schaffen, aus dem Nistkasten herauszuklettern. Pestizide und Rattengift sollten gar nicht erst zum Einsatz kommen. Wenn dazu noch die Regentonne abgedeckt wird, besteht keine Gefahr für die vierbeinigen Mini-Zorros, darin zu ertrinken.

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