Generationenhaus Bahnhof

Große Begeisterung für triosence

Von Inge Seidenstücker


Hümme – Wieder einmal war das Generationenhaus Bahnhof in Hümme bis auf den letzten Platz besetzt. Kein Wunder, denn mit „triosence“ war hier wieder einmal eine Jazzband angekündigt, die ein Konzert vom Feinsten versprach. Und dass die drei Musiker diesem Anspruch gerecht wurden war unverkennbar am tosenden Applaus der dem rund zweistündigen Konzert folgte.

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Sie sorgten für ein volles Generationenhaus. Die Band „triosence“. (V.l.) Bernhard Schüler, Omar Rodriguez Calvo und Tobias Schulte.

© Foto: Seidenstücker

Ein breites Spektrum des Jazz brachten sie mit „Hidden Beauty“, so auch der Titel ihrer neusten CD, den Besuchern des Konzertes zu Gehör. So entführten die Eigenkompositionen des Pianisten Bernhard Schüler mit Unterstützung durch Omar Rodriguez Calvo am Kontrabass und Tobias Schulte am Schlagzeug in eine andere Welt. Mal auf einen amerikanischen Highway oder in ein Parkhaus in Sao Paulo. Schüler erklärte dem Publikum wodurch er für die einzelnen Stücke inspiriert wurde. Einige Balladen entstanden durch Beziehungsgeschichten oder andere durch unerwartete Ereignisse wie beispielsweise „Hit by life“. „Kummer und Leid sind da oftmals gute Inspirationen“, sagte er. Und so machten die drei Musiker durch ihren beeindruckenden gekonnten Umgang mit dem jeweiligen Instrument die Emotionen auf wundersame Weise hörbar. Da fiel dem Publikum das Stillsitzen wahrlich nicht leicht. Die wunderbaren Soli der einzelnen Musiker zeigten von einer unerschöpflichen Kreativität.

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Drummer Tobias Schulte bediente sich manchmal recht unkonventioneller Instrumente. Omar Rodriguez Calvo am Kontrabass.

© Foto: Seidenstücker

So überzeugte Tobias Schulte einmal mehr von seinem fast akrobatisch anmutendem Umgang mit dem Schlagzeug, welches er gekonnt mit ungewöhnlichen „Instrumenten“, wie Quietscheschwein und – schaf, Muschelkette, Regenrohr oder einer Udu Drum, einem afrikanischen Schlagwerk aus Ton, und einigem mehr kombinierte. Schon einmal war er als Teil des Edgar Knecht Trios zu Gast in Hümme. Ebenso spektakulär beherrschte der aus Kuba stammende Bassist Calvo das Spiel auf dem Kontrabass und unterstrich auf virtuose Art mit seinem kubanischem Temperament die südamerikanisch klingenden Kompositionen Schülers. Mit einer Kombination aus den vielen Facetten des Jazz verleiht Schüler dem Genré einen ganz eigenen Klang. So bezeichnet die Band ihren Stil als „songjazz“.
Mit Mimik und ihren Instrumenten kommunizierten die drei Musiker während ihres Spiels, deren Freude daran sich auf das Publikum übertrug und mit der fantastischen Musik wieder für einen unvergesslichen Abend sorgte.

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