Pilotphase des Freiwilligen Sozialen Schuljahrs abgeschlossen

Junge Menschen fürs Ehrenamt begeistern

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Landrat Andreas Siebert, Annette Knieling vom Staatl. Schulamt, Lehrerinnen Sylvi Hund-Göschel und Diane Zekl, Hannah Maßmann und Schulleiter Stefan Hermes genießen die Sonne nach der Feierstunde. Hannah Maßmann hat ein Doppel-Zertifikat für ihr ehrenamtliches Engagement im FSSJ erhalten.

© Foto: Landkreis Kassel

Region Kassel (hak) - Junge Menschen für das Ehrenamt begeistern. Das ist das Ziel des neuen Projekts Freiwilliges Soziales Schuljahr (FSSJ) in der Region Kassel. Nach erfolgreichem Abschluss der einjährigen Pilotphase an ausgewählten Schulen, erhielten nun die ersten Schülerinnen und Schüler der Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule ihre Abschluss-Zertifikate. Übergeben wurden diese im Rahmen einer kleinen Feierstunde von Landrat Andreas Siebert, Annette Knieling, der Leiterin des Staatlichen Schulamts, und Schulleiter Stefan Hermes.
Mit dem FSSJ sollen junge Menschen ab 14 Jahren die Chance erhalten, sich ehrenamtlich ein Schuljahr lang in ihrer Freizeit für zwei Stunden in der Woche in den Bereichen Bildung, Soziales, Umwelt, Kultur oder Sport zu engagieren. Ihren Einsatzort können die Jugendlichen selbst wählen. Von den 15 Teilnehmenden aus der Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule absolvierten viele einen Erste-Hilfe-Kurs, um sich danach im Schulsanitätsdienst zu engagieren. Weitere Einsatzstellen waren Hausaufgabenhilfe und Unterstützung im Home-Schooling für Grundschüler beim Frauentreff Brückenhof e.V., die Handy- und Tablet-Sprechstunde für Senioren bei der Fachkoordination Älterwerden in Niederzwehren sowie die Umsetzung von innovativen Ideen in der Bücherei der Bilsteinschule in Besse.
Hermes lobte das freiwillige Engagement der Beteiligten und betonte: "Ich halte das FSSJ für eine tolle Gelegenheit, sowohl Eigeninitiative als auch soziales Engagement zu fördern. Insofern freue mich, dass wir mit einigen engagierten Schülerinnen und Schülern als Pilotschule dabei sein konnten."
Annette Knieling wiederum erklärte, ihr gefalle die Idee des FSSJ aus mehreren Gründen: "Es fördert die individuelle Charakterbildung, ermöglicht Teilhabe durch gesellschaftliches Engagement und bringt unterschiedliche Interessengruppen zusammen. Die Kompetenzen, die die Jugendlichen hier erwerben, sind eine wertvolle Bereicherung für ihre eigene Erfahrungswelt der Beteiligten, aber auch für die Schulen selbst und ihre bereits vorhandenen Schwerpunkte im Bereich des Sozialen Lernens, so die Leiterin des Staatlichen Schulamts.
Besonders die Bedeutung des Ehrenamtes hob Landrat Andreas Siebert in seinen Worten an die Anwesenden hervor. "Ohne Menschen die sich ehrenamtlich engagieren, könnte unsere Gesellschaft schlicht nicht existieren." Gerade deshalb sei es wichtig, jungen Menschen auch in diesem Bereich Türen zu öffnen. "Das FSSJ bietet eine breite und sicherlich noch breiter werdende Palette von Möglichkeiten, die eigenen Fähigkeiten einzubringen und die Erfahrung zu machen, dass man durch das Ehrenamt auch viel für sich selbst gewinnen kann", so der Landrat.
Abschließend waren sich alle einig, dass die Jugendlichen während des FSSJ viele neue Fähigkeiten erworben haben, die für das ganze Leben nützlich sind. Siebert wies bei dieser Gelegenheit auch darauf hin, dass man mit dem Zertifikat in den Bewerbungsunterlagen durchaus auch bei späteren Arbeitgebern punkten könne.
Zum kommenden Schuljahr 2021/22 ist eine Ausweitung des Projektes auf die gesamte Stadt Kassel und den Landkreis geplant.
Hintergrund:
Das Freiwillige Soziale Schuljahr in der Region Kassel ist eine Kooperation von Stadt und Landkreis Kassel mit dem Staatlichen Schulamt und wird gefördert durch die Hessische Landesregierung. Mit der operativen Umsetzung wurde das Freiwilligenzentrum Region Kassel beauftragt, welches die Bewerbung des Angebotes in enger Zusammenarbeit mit den Schulen und den Einsatzstellen übernommen hat. Wesentliche Aufgabe des Frei­willigenzentrums ist es, alle Beteiligten zu begleiten sowie eine gute Zusammenarbeit und Umsetzung des FSSJ vor Ort zu unterstützen. Der Landkreis Kassel unterstützt dieses Angebot mit jährlich 50.000 Euro.

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