DAFZ für Pflegeberufe Hofgeismar

Pflegeausbildung geht weiter – auch in Zeiten von Corona

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Chris Blumenstein, Dozent an der Pflegeschule am Gesundbrunnen.

© Foto: privat

Hofgeismar (hak) - Am Gesundbrunnen sichern den zukünftigen Fachkräften in der Altenpflege innovative Konzepte die erfolgreiche Weiterführung der Ausbildung. Auch am diakonischen Aus- du Fortbildungszentrum für Pflegeberufe in Hofgeismar hat Unterricht wieder begonnen: Lehrer und Dozenten haben ein Mischkonzept entwickelt aus E-Learning und Anwesenheitszeiten.
Für alle Jahrgänge der Pflegeschule konnte trotz der angeordneten Schulschließungen Mitte März der Unterricht weitergehen. Grund: Die Dozenten und Dozentinnen der Pflegeschule entwickelten mit Kreativität und hohem Engagement clevere E-Learning-Konzepte, die schnell umgesetzt werden konnten – trotz zum Teil unzureichender technischer Ausstattung.
„Nach dem schnellen Start mit „Arbeitsmaterialien per Mail“ und WhatsApp-Gruppen-Chats experimentieren wir nun mit einem „virtuellen Klassenzimmer“. Dazu nutzen wir ein spezielles Internetangebot, www.netzklasse.com, und laden die Auszubildenden per Mail zum Unterricht ein“, berichtet Birgit Vering, die Leiterin des DAFZ für Pflegeberufe.
Die Auszubildenden bestätigen ihre Anwesenheit durch Einloggen und können dann vor ihrem heimischen Schreibtisch den Unterrichtsinhalten folgen. Sie sehen die Unterrichtsmaterialien und hören den Dozenten über die Lautsprecher. Auch die Möglichkeit zu direkten Nachfragen und zum gegenseitigen Austausch ist gegeben: „Eine tolle Möglichkeit, mit den Schülern in Kontakt zu bleiben!“ so Chris Blumenstein, der den „Mittelkurs“ leitet.

Ausstattung fehlt
Interaktive Lernangebote setzen allerdings ein leistungsfähiges und verlässliches Internet und eine gute technische Ausstattung der Schulen und der Auszubildenden voraus. Die Pflegeschulen sollen zwar vom Digitalpakt für Schulen profitieren, bisher sind aber noch keine Fördergelder geflossen. Die Pflegeschule im DAFZ verfügt so noch nicht über Smart-Boards oder vergleichbare technische Hilfsmittel.
Viele Auszubildende können lediglich auf ihr privates Handy zurückgreifen, um digitale Unterrichts-Angebote zu nutzen. „Das sind natürlich erschwerte Bedingungen“ sagt Birgit Vering. „Deswegen freuen wir uns, dass wir schrittweise wieder Präsenzunterricht in der Schule anbieten können – ohne Schüler und Schülerinnen ist die Arbeit in der Schule längst nicht so schön!“

Zurück in die Schule
Auch der Unterricht „vor Ort“ hat mit einem Lehrgang wieder begonnen. Die insgesamt sieben Auszubildenden sitzen in einem entsprechend vorbereiteten Raum, Spender mit Hände-Desinfektionsmittel aufgestellt und auch Masken sind vorhandeln. „Durch ein gut ausgearbeitetes Hygienekonzept und Unterricht in kleinen Gruppen können wir den Schutz vor Infektionen sicherstellen und gleichzeitig gewährleisten, dass die Schüler und Schülerinnen ihre Ausbildung in der vorgesehenen Zeit erfolgreich beenden können“, so Birgit Vering.

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