Autohaus Ostmann wird Stiftung

Beginn einer neuen Führungsform

Von Inge Seidenstücker

Wolfhagen – „Ein großer Tag für Ostmann und für die Region ist der Gründungstag der Ostmann-Stiftung“, so betitelte der Regierungspräsident Herman-Josef Klüber die Gründungsveranstaltung im Autohaus Ostmann in Wolfhagen. Als ungewöhnlich und beispielgebend bezeichnete er den ersten Schritt in die Umwandlung der Geschäftsführung in eine Stiftung.

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(V.l.) Reinhard Ostmann und Regierungspräsident Hermann-Josef Klüber bei der Übergabe der Stiftungsurkunde.

© Foto: Seidenstücker

Schon lange befasste sich der 63-jährige Inhaber der Ostmann-Gruppe, Reinhard Ostmann mit dem Gedanken seiner Nachfolge, wenn er in den Ruhestand gehe. Da es keinen geeigneten Nachfolger in der Familie gab, kamen nur zwei Optionen infrage. Verkaufen oder die Gründung einer Stiftung.
Die Entscheidung, des sehr sozial eingestellten Ostmann fiel da nicht schwer. So soll die gemeinnützige Stiftung den Fortbestand der Autohaus-Gruppe sichern und gleichzeitig das soziale Engagement in der Region fördern. Als Stiftungskapital stellt Ostmann 100.000 Euro aus seinem Privatvermögen in die Stiftung ein. Diese Summe kann nicht aus der Stiftung entnommen werden aber durch Zustiftungen und Spenden erhöht werden.
Profitieren sollen in Not geratene Menschen aus der Region. Natürlich denkt der Stiftungsgründer da an Mitarbeiter seines Unternehmens genauso wie an alte, kranke sowie behinderte Menschen. Gerade in der Altersarmut sieht der studierte Sozialpädagoge Ostmann großen Handlungsbedarf. Er könne sich vorstellen, verschiedene Pflegeangebote nicht nur in den Regionen um die Autohaus-Standorte zu fördern, sondern auch im gesamten Regierungsbezirk Kassel.
Gemäß dem Motto: „Aus der Region -für die Region“, ist dem Geschäftsmann schon immer daran gelegen, das erwirtschaftete Kapital der Autohaus-Gruppe in der Region zu belassen und diese dadurch zu stärken.
Für die rund 350 Beschäftigten der Firmengruppe ergeben sich durch die Stiftungsgründung keine Änderungen. Die Gewinne werden künftig nicht nur in das Unternehmen fließen, sondern auch in die Stiftung. Mittelfristig wird Ostmann seine Anteile von derzeit 90 Prozent der Stiftung übertragen.

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Reinhard Ostmann (4.v.l.) mit den Mitgliedern des Stiftungsvorstands und des -beirates.

© Foto: Seidenstücker

Die Stiftungsorgane bestehen aus Vorstand und Beirat. In den Vorstand hat Ostmann Hanna Schubert, als Mitglied der Familie sowie den Rechtsanwalt Dr. Burkhard Wilk und den Pfarrer und Vorstandsvorsitzenden der Baunataler Diakonie Kassel, Joachim Bertelmann, berufen. Der Stiftungsbeirat als Kontrollorgan besteht aus Alexander Thomas sowie Karl-Heinz Arend als Mitarbeiter der Autohaus Ostmann Gruppe sowie der Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Ralf Ostmann.
Das Autohaus Ostmann gehört zu den größten Autohaus-Gruppen in Nordhessen. Neben dem Standort in Wolfhagen gibt es weitere in Niestetal, Bad Arolsen, Melsungen, Hessisch Lichtenau, Fritzlar, Hofgeismar und Schwalmstadt. In den verschiedenen Autohäusern werden Fahrzeuge der Marken Volkswagen, Audi, Skoda, Seat und Cupra als Neu- sowie Gebrauchtwagen verkauft. Gegründet 1959 durch Kurt Ostmann kann sein Sohn, Reinhard Ostmann die Firma seitdem in einem ständigen Wachstum halten.

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