Hilfe zur Selbsthilfe

20 Jahre Frauenakademie e. V. Hildburghausen

Hildburghausen (wotan) - Am 09. Mai 2012 feierten Mitglieder und Aktivisten der Frauenakademie mit zahlreichen Gästen aus Lokal- und Landespolitik das 20-jährige Bestehen der Frauenakademie.

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Auszeichnung für Verdienste in der Frauenarbeit

© Foto: Frauenakademie

Zum 20-jährigen Jubiläum waren unter anderem erschienen: Frau Arenhövel vom Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit, die Mitglieder des Landtages Uwe Höhn und Tilo Kummer, der Erste Beigeordnete des Landrates Helge Hoffmann und Bürgermeister Steffen Harzer.
Nachdem zwei junge Violinen-Künstler ihr Können demonstriert hatten, eröffnete Vorstandsvorsitzende Manuela Spittel die Festveranstaltung und betonte das Anliegen der Frauenakademie, nach der Wende den Frauen Hilfestellung gegeben zu haben, mit den veränderten gesellschaftlichen Bedingungen, insbesondere auf dem Arbeitsmarkt, klar zu kommen.
Geschäftsführerin Frau Schiller hob in ihrer Festrede die wichtigsten Etappen der 20 Jahre Frauenakademie hervor. Von 1992 bis 1994 wurde ein Lehrgang zum „Staatlich geprüften Altenpfleger“ durchgeführt, es folgte von 1993 bis 1995 ein weiterer zum „Staatlich geprüften Heilerziehungspfleger“ sowie 1996 bis 97 ein Lehrgang Berufliche Praxis für Erwachsene „Hauswirtschaft“. In den Jahren 1994 bis 1997 sind im Projekt „Textilgestaltung“ in Hildburghausen Trainingspuppen für Konfliktlösungen, Sprechpuppen und Trachtenpuppen als Anschauungsmaterial gefertigt sowie Laienspielausstattungen für Kindereinrichtungen hergestellt worden. Im selben Zeitraum wurden in Streufdorf bei der Holzgestaltung Riesendominos und Würfelspiele für Sehende und Blinde, Lernpuzzle, Wurfwände und Sitzwürfel produziert. In den Jahren 1995 bis 1997 waren Frauen zur sozialkulturellen und sozialpädagogischen Betreuung von Langzeitpatienten in Krankenhäusern aktiv und verbesserten die Attraktivität des Wanderwegenetzes im Landkreis durch Beschilderung von Wanderwegen, Herstellung und Errichtung von Tourist-Informationstafeln und die Beschilderung von Radwanderungen.
2002 bis 2003 unterstützte ein Bewerbungszentrum Frauen beim angestrebten Einstieg in den Arbeitsmarkt und seit 1994 arbeitet die Schuldner- und Verbraucherinsolvenz-Beratungsstelle.
Ab dem Jahr 2001 gibt es das Frauenkommunikationszentrum BINKO.
Abschließend dankte Frau Schiller allen Einrichtungen, welche die Frauenakademie in den 20 Jahren unterstützten.

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Der Erste Beigeordnete überbringt Grüße des Landrates

© Foto: wotan

Helge Hoffmann überbrachte die Grüße des Landrates Thomas Müller und hob die Leistungen der Frauenakademie, insbesondere die Schuldnerberatung hervor. Das Landratsamt werde bestrebt sein, die 13.000 Euro jährliche Förderung auch weiterhin zur Verfügung zu stellen. Diesbezüglich appellierte er an die anwesenden Kreistags-Mitglieder, sich hierfür stark zu machen.
Er wünschte allen engagierten Frauen weitere Erfolge, das Landratsamt war für die Frauenakademie ein verlässlicher Partner und wolle das auch bleiben.
Bürgermeister Steffen Harzer bekundete namens der Linksfraktion im Kreistag, sie werden sich für die Weiterzahlung der jährlichen Unterstützung in Höhe von 13.000 Euro einsetzen und die Stadt bleibe trotzt schwieriger Finanzlage bei ihren 1.000 Euro Zuwendung.
Frau Arenhövel überbrachte die Glückwünsche der Sozialministerin Heike Taubert, würdigte die Arbeit der Thüringer Frauenzentren und erklärte, für den neuen Haushalt seien Kürzungen bei der Frauenarbeit abgewendet worden.
Uwe Höhn betonte, die Wende habe insbesondere für berufstätige Frauen gravierende Einschnitte gebracht, welche unterschiedlich bewältigt wurden. Die Frauenakademie orientierte sich auf Hilfe zur Selbsthilfe, das Ehrenamt wäre hierbei der Schwerpunkt. Auch die SPD-Landtagsfraktion setze sich dafür ein, dass es bei der Förderung der Frauenarbeit keine finanziellen Abstriche geben werde.
Tilo Kummer hob hervor, bei den Stichwahlen am 06. Mai 2012 wären vier Frauen in Thüringen in verantwortliche Ämter gewählt worden, was die Fähigkeiten der Frauen, in der Gesellschaft Verantwortung zu tragen, unterstreiche.
Bei einem kleinen Bankett erfolgte noch ein reger Gedankenaustausch.

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