Kita St. Marien

Nach 44 Jahren in den Ruhestand

Steinheim (ozm) - Sie hat mehr als 1.000 Kinder betreut sowie unter anderem drei Kita-Gesetze, einen Trägerwechsel und den Umzug der Kita mit begleitet und mitgestaltet: 44 Jahre lang war Ursula Janson in der katholischen Kita St. Marien in Steinheim, 40 davon als Leiterin. Nun wurde sie im Beisein zahlreicher Wegbegleiter in den Ruhestand verabschiedet.

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Abschied: Ursula Janson mit Pastor Ansgar Heckeroth und Geschäftsführer Detlef Müller.

© Foto: Birger Berbüsse

Im August 1974 war die heute 63-Jährige nach Steinheim gekommen, im April 1978 übernahm sie die Leitung der Einrichtung. „Eine gute und prägende Zeit geht zu Ende“, sagte Ursula Janson zu ihrem Abschied. Sie bedankte sich in ihrer Rede bei allen Eltern, den Verantwortlichen aus Politik und Kirchengemeinde, dem katholischen Kita-Träger, zu dem St. Marien seit 2010 gehört, und vielen Kolleginnen benachbarter Kindertagesstätten, die zu ihrer Feier erschienen waren. „Es waren tolle Jahre“, so Ursula Janson, die sich nun jedoch auch auf mehr Zeit mit ihrem Mann, ihren Kindern und ihrem Enkelkind freuen darf.
Den Dank erhielt sie bei der Feierstunde tausendfach zurück. Ihr Team betonte nochmals die „partnerschaftliche, verständnisvolle, freundschaftliche und engagierte Arbeit“ der Leiterin, die stets ein offenes Ohr für jeden gehabt habe. Das bestätigten die Elternvertreter: „Mit Ihnen kann man immer sprechen.“
Pfarrer Ansgar Heckeroth sagte, Ursula Janson habe viel geprägt in ihrer Zeit als Leiterin und betonte, dass ihr die pastorale Arbeit immer wichtig gewesen sei. Und sein Vorgänger, Pfarrer Hubert Lange, erinnerte sich an „schöne, gehaltvolle und harmonische“ zwölf Jahre. „Ich bin immer gerne in die Einrichtung gekommen“, betonte Lange, der die scheidende Leiterin dafür lobte, dass sie Familien und Kinder zum Glauben ermutigt habe.
Von einer „ganz besonderen Berufsbiographie“ sprach der Geschäftsführer der Trägergesellschaft Katholische Kindertageseinrichtungen Hochstift gem. GmbH, Detlef Müller. 44 Jahre in einer Einrichtung, das gebe es nicht so oft. Und 40 Jahre als Leiterin – das sei wirklich eine unendliche lange Geschichte. „Was ist heute zu sagen?“, fragte Müller und kannte nur eine Antwort: „Danke!“
Wer Ursula Janson kenne, wisse, wie wichtig ihr die persönliche Bindung zu den Menschen sei. Er wies auf den Wandel einer Kita als pädagogische Einrichtung mit ausgeprägtem Betreuungsauftrag hin zur Kita als Bildungseinrichtung. „Sie waren ein Lichtblick für St. Marien, für die Kinder, Familien und die Gemeinde“, schloss Müller. Er betonte, dass Ursula Janson ein gut bestelltes Haus übergeben werde.
Die neue Leiterin ist bereits gefunden und hat sich auch dem Team schon vorgestellt. Sie wird ihren Dienst am 1. Oktober antreten und die dreigruppige Einrichtung mit 58 Kindern und elf Erzieherinnen übernehmen.
Ganz ohne Ursula Janson wird die Kita jedoch nicht bleiben. Sie wird auch weiterhin hereinschauen, machte sie deutlich: Um ihr Enkelkind abzuholen. „Ich schlüpfe jetzt in die Oma-Rolle“, sagte sie zum Schluss, „und das ist auch gut so.“

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