„Rettet unsere Waldvögel!“

Vogelwelt im Steinheimer Holz

Steinheim (ozm) - Kurt Kleiber, Wilma Waldkauz, Sandro Schwarzspecht, Rocko Rotmilan und Silvia Schwarzstorch – so heißen die Vögel, die den Mitgliedern der Waldjugend nach und nach spielerisch nahegebracht werden. Auch die Steinheimer Ortsgruppe hat sich nun mit einem Aktionstag im Steinheimer Holz beteiligt.

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Viel Interessantes über das Geschehen im Wald haben die jungen Mitglieder der Steinheimer Waldjugend nun bei einem Aktionstag mit auf den Weg bekommen.

© Foto: privat

Die Aktion war Teil des Projektes „Rettet unsere Waldvögel“ des Bundesverbandes der Deutschen Waldjugend. Im Rahmen des Projektes wird ein Umweltbildungsprogramm entwickelt, mit dem Fokus auf heimischen Vogelarten, die im Wald leben. Ziel ist es, Umweltbewusstsein und nachhaltiges Umweltverhalten der Gesellschaft sowie nachhaltige Biodiversität und Landschaftsqualität zu fördern. Das Projekt wird gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU).
Bei dem in Steinheim nun durchgeführten ersten Aktionstag ging es erst einmal darum, den Kindern den Lebensraum Wald nahezubringen. Was für einen Wald haben wir eigentlich bei uns in der Stadt? Welche Bäume wachsen dort? Und welche Tiere können wir entdecken? „Dazu haben wir die Kinder mitten in ein zuvor ausgewähltes Waldstück hinter der Schutzhütte im Steinheimer Holz geführt. Dort konnten sie entdecken, dass sie vor allem von Buchen und Eichen umgeben sind, haben gelernt, ihren Umfang und ihre Höhe zu messen und das Alter der Bäume zu schätzen“, erläutert das Organisationsteam. Auch das herumliegende Totholz wurde in den Blick genommen und so einige Pilze, ein Tausendfüßler und zahlreiche Asseln von den Kindern aufgestöbert und identifiziert.
Doch wer schon einmal mit 21 Kindern zwischen sieben und zwölf Jahren im Wald unterwegs war, der weiß auch: Vögel kann man da nicht mehr viele hören geschweige denn entdecken. Deshalb griff „Sheriff“ Helmut Struck kurzerhand auf seine Tierpräparate zurück und erklärte den wissbegierigen jungen Waldjugend-Mitgliedern näheres zum Lebensraum, zum Aussehen und zu den Besonderheiten der fünf vom Bundesverband ausgewählten Waldvögel. Dabei lernten die Kinder auch, dass lange nicht alle von ihnen im Steinheimer Forst vertreten sind. Denn auch wenn sich jüngst einige Storchenpaare in der Emmerstadt niedergelassen haben: Einen Schwarzstorch sucht man in der näheren Umgebung vergeblich. Der Kleiber hingegen, dessen Lebensraum immer mehr gefährdet wird, ist auch in Steinheim zuhause.
Nach diesem einführenden Aktionstag werden die Vögel des Waldes nun über ein Jahr lang regelmäßig Thema sein. „Wir werden in den Gruppenstunden zum Beispiel auch noch eine Futterstelle mit den Kindern bauen“, verrät Helmut Struck schon jetzt.

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