Eisenach ((sj) - Der Betriebsrat des Landestheaters habe den Eindruck, dass die CDU gern das Ende des Landestheaters beschließen würde - so Betriebsrätin Lea Hladka.
Sie schreibt: „Während OB-Kandidat Raymond Walk (CDU) immer noch als Befürworter des Theaters beworben wird und Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht sich am 12. April im Eisenacher Bürgerhaus eindeutig für den Erhalt des Landestheaters als eigene Produktionsstätte aussprach, hört man aus dem Kreis Schmalkalden-Meiningen konkretere, herbere Töne: Der CDU-Landratskandidat Michael Heym beabsichtigt, die Ballett- und Musicalsparte nach Meiningen zu holen. Das Theater Eisenach, dass sich in den vergangenen Jahren durch eigene erfolgreiche und ausverkaufte Produktionen auszeichnete, würde zur gelegentlichen Bespielstätte verkümmern. Dass so die finanziellen Probleme gelöst würden, ist angesichts der hohen Kosten einer Schließung des Theaters eine grobe Fehleinschätzung. Man kann es nicht oft genug betonen: Für die Stadt Eisenach mit ihrem so unschätzbar wertvollen kulturellen Erbe wäre dieser Schritt ein trauriges Bekenntnis zu einer trostlosen Gesellschaft, und bundesweit ein weiterer Schritt in Richtung Kulturfriedhof Deutschland. Wer also das Theater liebt, sollte sich gut überlegen, was er oder sie letzten Endes wählt. Auch, wenn es vielleicht bedeutet, Gewohnheiten zu ändern. Denn wenn es so weitergeht, was bleibt dann in ein paar Jahren von Eisenach übrig?"
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