Arnstadt/ Erfurt (Sabine Berninger MdL) - Am 27.06.2012 fand die halbjährliche Mitgliederversammlung der Alternative 54 Erfurt e.V. in den Räumen der Geschichts- und Technologiegesellschaft Großraum Jonastal e.V. statt.
Der Ort war bewusst gewählt worden, zum einen weil im Vorjahr der Jonastalverein durch die Alternative 54 Erfurt e.V. mit einer finanziellen Zuwendung bedacht worden war und die Mitglieder der Alternative daraufhin eingeladen hatte. Zum anderen, um die Aktivitäten und Verdienste dieses Vereins um die Dokumentierung der Vorgänge während der Zeit des Nationalsozialismus zu würdigen.
Im Jonastal – dem Buchenwaldaußenlager Ohrdruf SIII - wurden durch das NS-Regime nahezu 14.000 Häftlinge gezwungen, unter unmenschlichsten Bedingungen Stollen-, Straßen- und Eisenbahnarbeiten durchzuführen. Ihr Alltag war geprägt von Hunger, Entwürdigung, Krankheit, Folter und Tod. Tausende kamen zu Tode durch Auszehrung, brutalste Arbeitsbedingungen, nicht vorhandene medizinische Versorgung, wurden erhängt, erschlagen, erschossen.
Der amerikanische General Patton, Befehlshaber der 3. US-Armee, die das SIII befreite: „Es war das Fürchterlichste, was man sich vorstellen kann“.
Alle Gelder, die der Weiterführung der Arbeit des Jonastalvereins e.V. dienten, insbesondere dem Betrieb des Dokumentationszentrums sowie weitergehender Forschungen, seien wichtig und gut eingesetzt, betonte die Vorsitzende der Alternative 54 Erfurt e.V., MdL Heidrun Sedlacik. Es sei erschütternd, wozu die Verknüpfung von verbrecherischer Ideologie, willfährigem Staatsapparat, profitinteressierten Unternehmertum und Wegschauen weiter Kreise der Bevölkerung führte.
Dies unterstrich auch MdL Sabine Berninger – Mitglied der Alternative 54 Erfurt e.V.: Es gelte, die Erinnerung wach zu halten und jeder Form von Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit und nazistischem Gedankengut entgegenzutreten.
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