Beverungen (pv) – Sie gehört zum jährlichen Terminplan der Beverunger Realschule. Auch im Schulprogramm ist sie verankert. Die Rede ist von der jetzt bereits zum 14. Mal stattgefundene Fahrt der Zehntklässler zur Gedenkstätte Buchenwald. Mit einer Ausstellung werden im Nachhinein die Eindrücke (be)greifbar gemacht.
Bereits vor einigen Wochen waren die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10 mit ihren Klassenlehrer Thorsten Hölting und Ute Sperber-Kraft für 3 tage in die Gedenkstätte Buchenwald gefahren.
Jetzt wurde die Ausstellung der Gedenkstättenbesucher, die von Ute Sperber-Kraft als Kuratorin betreut wurde, eröffnet.
Neben zahlreichen Gästen aus der Beverunger Stadtpolitik war, und das freute Schulleiter Konrad Rode besonders, auch sein Vorgänger Dr. Ludwig Knoke mit seiner Frau zur Ausstellungseröffnung in die Beverunger Realschule gekommen.
In seiner Begrüßungsrede machte Rode noch einmal deutlich, wie wichtig es ist, sich mit dem schrecklichen Leid, das vielen Bürgern in der NS-Zeit widerfahren ist, auch in Hinsicht der Neonazi-Problematik zu befassen.
Lutz Orbke organisiert die jährlichen Fahrten. Er lässt die Schüler nicht mit ihren Gedanken über das Erlebte allein und deshalb ist es auch für die beteiligten Zehnklässler wichtig ihre Eindrücke durch eine Ausstellung nicht nur für sie, sondern auch für ihre Mitschüler (be)greifbar zu machen.
Lutz Orbke führte aus, dass sich die Schülerinnen und Schüler nicht mehr nur durch Plakate mit einzelnen Gesichtspunkten der Problematik beschäftigen, sondern vor allem auf künstlerischer Ebene ausdrücken.
Ein Schwerpunkt in diesem Jahr war die fotografische Ausarbeitung. Beispielsweise hat Samuel Schiller mit ausdrucksstarken Fotos beeindruckende Details des Arbeitslagers festgehalten.
Alina Kruppe hatte mit den helfenden und Hilfe suchenden Händen auf ihren Bildern zum Ausdruck gebracht, dass es dennoch Hoffnung unter den Insassen des Lagers gab.
Mit Menschen aus dem Kreis Höxter, die in Buchenwald inhaftiert waren, beschäftigten sich Theresa Tebbe und Justine Große bei ihrer plakativen Ausarbeitung.
Das Gesicht aus dem Gemälde „Der Schrei“ von Edward Munch war Bestandteil von Vanessa Siebeneichers Kunstdrucken. Sie wollte mit Buchenwald verbunden Begriffe wie Furcht und Enge verdeutlichen.
Julia Zacharias, Oksana Nachtigal, Anna Wäsche und Nadja Fitschulke hatten Gegenstände aus dem Alltag des Lagerlebens durch Gipsabdrücke angefertigt.
Inmitten der Ausstellung wurde von Sophia Ernst und Anna Wiesmann ein Steinhaufen platziert. Mit den Steinen wollten sie auf die unmenschlichen Arbeitsbedingungen im Lager hinweisen.
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