Dalhausen (pv) – Im Rahmen einer kleinen Feierstunde wurde jetzt vor der Wallfahrtskirche St. Marien in Dalhausen eine Stele enthüllt, die an Joseph Behre und Karl Deppe – beides Ehrenbürger von Dalhausen – erinnert.
Enthüllung der Stele vor der Dalhauser Kirche: (v.l.) Initiator Karl Oswald Hugenbruch, Bürgermeister Christian Haase und Bezirksausschussvorsitzender Bernhard Villmer.
© Foto: VössingTrotz regnerischen Wetters waren zahlreiche Bürger des Korbmacherdorfes zur feierlichen Enthüllung auf den Kirchplatz gekommen. Nach einem Trompetensolo durch Friedhelm Suermann, er spielte „Gaudeamus Igitur“, wurden die Anwesenden durch den Bezirksausschussvorsitzenden Bernhard Villmer begrüßt. Er hatte als stellv. Bürgermeister vom anwesenden Bürgermeister Christian Haase die Aufgabe übernommen die Festansprache zu halten.
Villmer ging in seiner Ansprache auf die Hintergründe zur Aufstellung der Stele vor der Kirche ein und fügte an, dass die damals noch selbstständige Gemeinde am 17.03.1959 beschlossen hatte, dem Geistlichen Rat Joseph Behre und dem Rektor der Volksschule Dalhausen, Karl Deppe die Ehrenbürgerwürde zu verleihen. Mit dem Gedenkstein soll nun an die beiden einzigen Ehrenbürger Dalhausens erinnert werden. Er begrüßte daraufhin mit Hildegard Wrede (Tochter von Karl Deppe) und Elisabeth Behre zwei anwesende Verwandte der beiden Ehrenbürger.
Ein besonderer Dank galt in seiner Rede dem Initiator Karl Oswald Hugenbruch. „Im Namen der Stadt Beverungen, aber vor allem im Namen aller Dalhauserinnen und Dalhauser danke ich dir für dein großes Engagement, welches du auch bei diesem Projekt wieder zeigst. Es war deine Idee, uns Dalhausern unsere Ehrenbürger wieder in Erinnerung zu bringen. Mit großem Einsatz, auch finanzieller Art, hast du es geschafft, dass wir dieses schöne Ereignis heute begehen können“, bedankte sich Villmer bei Hugenbruch und enthüllte den Gedenkstein mit Bürgermeister Christian Haase.
Die Stele stammt aus einem Steinbruch bei Bad Karlshafen und wurde vom Bremer Bildhauer Raphael Johannes Strauch bearbeitet. Er hat übrigens auch die Figur des Korbmachers vor dem Museum gestaltet.
Der Stein zum Projekt „Stele“ wurde durch Ortsheimatpfleger Manfred Dierkes ins Rollen gebracht. Ein nicht unwesentlicher auch finanzieller Einsatz wurde durch den Heimat- und Partnerschaftsverein Dalhausen geleistet.
In seiner Laudatio an die beiden Ehrenbürger erinnerte Hugenbruch an deren Vita. Er ließ es nicht unerwähnt, dass Joseph Behre lange Zeit in Vörden Pfarrer war und auch dort die Ehrenbürgerschaft erhielt. Aus diesem Grund war der ehemalige Bürgermeister Ulrich Jung mit einer Abordnung aus Vörden zur Enthüllung gekommen. Er erinnerte aber auch an die Probleme, die der emsige Volksschullehrer Karl Deppe mit den Nationalsozialisten hatte und deswegen seinen Hut nehmen musste.
Nach der ausschweifenden Rede von Karl Oswald Hugenbruch lud Pfarrer Christoph Hentschel in der Kirche zum gemeinsamen Gebet ein und stimmte noch ein Marienlied an. Musikalisch wurde die Veranstaltung in der Kirche durch Josef König (Orgel) und Friedhelm Suermann (Trompete) begleitet.
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