Weitere Zufluchtsmöglichkeit

77. Notinsel für Kinder im Unstrut-Hainich-Kreis

Mühlhausen (psk/ut/mdk) - Eine weitere sichere Adresse für Kinder, die plötzlich in Not geraten, gibt es nun im Unstrut-Hainich-Kreis. In Mühlhausen, Thälmann-Straße 1, gegenüber des Bahnhofs, wurde die Ergo-Therapie von Dolores Weber jetzt Notinsel.

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Dolores Weber und ihre Mitarbeiterin Karin Geiger vor dem Eingangsbereich der Praxis.

© Foto: ut

Praxisleiterin Dolores Weber hatte sich an den Kinderfreundlichen Landkreis gewandt, um zu erfahren, welche Voraussetzungen es für eine Mitwirkung am Notinsel-Projekt gibt. Die Ergotherapie im Bahnhofsviertel besuchen sowohl Kinder als auch Erwachsene. Die hier tätigen Therapeuten sind für die Aufgabe, Kinder in Krisensituationen zu helfen, also bestens gewappnet. Um Kindern den Zutritt zu erleichtern, wurde eigens ein Klingelknopf in Reichweite von Jungen und Mädchen im Grundschulalter installiert. „Wir freuen uns sehr, dass sich in unserem Kreis inzwischen 77 Notinseln etabliert haben. Einzelhändler, Apotheker, Gastronomen und Praxisinhaber haben sich gern bereit erklärt, diese Initiative zu unterstützen“, erklärte Birgit Schmidt. Die Stiftung Hänsel + Gretel hat 2002 das Notinsel-Projekt ins Leben gerufen und überträgt es seitdem bundesweit auf Städte, Gemeinden und Landkreise. Projektpartner im Unstrut-Hainich-Kreis sind der Arbeiter-Samariter-Bund und der Kinderfreundliche Landkreis. Die Schirmherrschaft übernahm Landrat Harald Zanker. Alle Geschäfte und öffentlichen Einrichtungen mit dem Notinsel-Zeichen an der Tür bieten Kindern Zuflucht. Beteiligte Geschäfte setzen darüber hinaus ein deutliches Zeichen für den Kinderschutz und gegen potenzielle Täter. Neben der Zufluchtsmöglichkeit haben Notinseln vor allem auch eine wichtige Präventivfunktion. Unterstützende Geschäfte, Banken, Apotheken und andere Partner kennzeichnen sich an ihrer Tür als Notinsel. Damit signalisieren sie Kindern ihre Hilfsbereitschaft und verpflichten sich selbst zum Hinsehen und Handeln in Notsituationen. Die Mitarbeiter erhalten eine Handlungsanweisung, die genau beschreibt, was im Ernstfall zu tun ist.

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