Berlin/Gera - Großer Erfolg für zwei junge Künstlerinnen aus Thüringen: Elisabeth Gorochov (16) und Paula Jurke (17) aus Gera holten den Bundessieg beim Plakatwettbewerb „bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen“. Die Mädchen setzten sich gegen bundesweit 15.000 Schüler durch und malten das beste Plakat des Jahres 2012 gegen den Alkoholmissbrauch von Jugendlichen.
Paula Jurke (17) und Elisabeth Gorochov (16) wurden am 13. Juni in Berlin für ihr Plakat als erste Bundessiegerinnen ausgezeichnet.
© Foto: DAK
Für ihr Bild „Alkohol-Kriegerin“ wurden sie heute in Berlin von der Bundesdrogenbeauftragten Mechthild Dyckmans, dem Vorstand der DAK-Gesundheit Herbert Rebscher und der Band „Luxuslärm“ ausgezeichnet. Als Hauptgewinn gab es 500 Euro. „Wenn es um den Alkoholmissbrauch von Jugendlichen geht, sind junge Künstler die glaubwürdigsten Botschafter“, sagte Herbert Rebscher von der Krankenkasse DAK-Gesundheit bei der Siegerehrung im Bundesgesundheitsministerium. „Im Kampf gegen das Rauschtrinken zeigen Elisabeth und Paula im wahrsten Sinne des Wortes Gesicht. Ihr Bild macht deutlich, wie gefährlich das Rauschtrinken sein kann. Das Plakat ist eine eindrucksvolle Kriegserklärung gegen Komasaufen.“ Nach aktueller Bundesstatistik landeten 2010 knapp 26.000 Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 20 Jahren mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus. Das waren 173 Prozent mehr als zehn Jahre zuvor.
Kampagne im dritten Jahr erfolgreich
Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, lobte als Schirmherrin von „bunt statt blau“ die große Beteiligung von 15.000 Schülern, darunter 500 aus Thüringen: „Die Kampagne setzt bereits im dritten Jahr erfolgreich ein Zeichen gegen das Rauschtrinken von Jugendlichen. Der Wettbewerb erreicht immer mehr Jugendliche und bewegt sie dazu, sich kritisch mit diesem wichtigen Thema auseinander zu setzen.“ Der Wettbewerb sei eine gute Gelegenheit, im Schulunterricht zu diskutieren. Im aktuellen Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung wird erneut auf den DAK-Plakatwettbewerb als beispielhafte Präventionskampagne hingewiesen, an dem seit Start im Jahr 2010 bereits 35.000 Schüler zwischen zwölf und 17 Jahren teilgenommen haben.
Luxuslärm lobt Kunstwerke gegen Komasaufen
Auch die bekannte Band „Luxuslärm“ unterstützt die Kampagne als Mitglied der Bundesjury. „Es ist wichtig, dass sich Kinder und Jugendliche mit dem Thema Komasaufen beschäftigen“, erklärte die Band nach der Entscheidung. „Die Plakate sind wieder überwältigend, da sind wirklich Kunstwerke entstanden.“
„Alkohol hat gefährliche Waffen“
Das Kunstwerk der Bundessiegerinnen, das zuvor den Landessieg in Thüringen errungen hatte, ist eine plakative Kriegserklärung gegen das Komasaufen. „Alkohol hat gefährliche und hinterhältige Waffen, die Schlimmes anrichten können“, sagten die Schülerinnen zu ihrem Plakat eines blauen Mädchengesichts mit bunter Kriegsbemalung. „Unser Bild zeigt einen Krieger der Neuzeit, der sich dem Kampf gegen den Alkohol stellt. Seine Waffen sind der Verstand und die Vernunft.“
Wanderausstellung mit Siegerplakaten
Die besten Plakate aus allen 16 Bundesländern sind im Internet zu sehen unter www.dak-buntstattblau.de. Außerdem werden die Bilder nach den Sommerferien in einer bundesweiten Wanderausstellung in Schulen gezeigt. Die Kampagne „bunt statt blau“ ist eingebunden in die „Aktion Glasklar“, mit der die DAK-Gesundheit bereits seit 2004 Schüler, Lehrkräfte und Eltern über das Thema Alkohol aufklärt.
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