Gera (dak) - Kreative Bilder, coole Sprüche, klare Botschaften: Unter dem Motto „bunt statt blau“ bekennen bundesweit 15.000 Schüler Farbe im Kampf gegen das Komasaufen. Das beste Plakat aus Thüringen kommt von den Schülerinnen Paula Jurke und Lisa Gorochov aus der Klasse 10a des Zabelgymnasiums. Neben den beiden Landessiegerinnen kommen mit Sarah Nippert, Tschingis Mageramov und Phillip Böttger auch die Zweitplatzierten und mit Josephine Wolff und Nicole Hemmann die Preisträger des sechsten Platzes aus dieser Geraer Schule. Die Arbeiten weiterer vier Schülerinnen wurden mit dem 10. Platz in der Landeswertung bedacht.
Yves Böhme von der DAK überreicht den Scheck mit dem Preisgeld an die beiden Landessiegerinnen Paula Jurke und Lisa Gorochov (re.) mit ihrer Siegerarbeit.
© Foto: jüfleiHeute am 23.05. 12 wurden die Preise beim Wettbewerb der Krankenkasse DAK-Gesundheit und der Bundesdrogenbeauftragten Mechthild Dyckmans in Gera verliehen. Die Landessieger erhalten Geld- und Sachpreise und das Zabel-Gymnasium eine Auszeichnung für die erfolgreiche Teilnahme.
„Wenn es um den Alkoholmissbrauch von Jugendlichen geht, sind junge Künstler die glaubwürdigsten Botschafter“, sagt Yves Böhme von der DAK-Gesundheit. „Ihre Bilder verdeutlichen offen und schonungslos die Risiken beim Rauschtrinken und zeigen gleichzeitig Alternativen auf.“
Das Siegerplakat von Lisa Gorochov und Paula Jurke zeigt das Porträt einer Kriegerin gegen Alkohol. „Wir wollten mit unserem Plakat ein Zeichen setzen. Denn immer mehr Jugendliche auch in unserer Region betrifft das Thema Komasaufen. Grundidee für unser Plakat war, dem Alkohol den Kampf anzukündigen. Denn der Alkohol hat gefährliche und hinterhältige Waffen, die Schlimmes anrichten können. Ihn zu bekämpfen, bedeutet in den Krieg zu ziehen. Mit unserem Plakat wollen wir einen Krieger der Neuzeit symbolisieren, der sich dem Kampf gegen den Alkohol stellt. Seine Waffen sind der Verstand und die Vernunft." erklärt Lisa Gorochov.
Insgesamt haben sich haben sich 51 Schüler und zwei Lehrkräfte erfolgreich an der bundesweiten Aufklärungskampagne „bunt statt blau“ gegen das „Komasaufen“ beteiligt. Am 23. 05. überreichte Yves Böhme von der Krankenkasse DAK-Gesundheit an Schulleiterin Katrin Proschmann eine Urkunde, die auch von der Bundesdrogenbeauftragten Mechthild Dyckmans unterzeichnet ist.
„Das Zabel-Gymnasium hat mit der Teilnahme am bundesweiten Plakatwettbewerb 'bunt statt blau“ einen aktiven Beitrag gegen den zunehmenden Alkoholmissbrauch von Kindern und Jugendlichen geleistet“, sagte Böhme bei der Übergabe. „Die Jungen und Mädchen sind mit ihrer Kunst gegen das Komasaufen glaubwürdige Botschafter bei ihren Altersgenossen.“ Die kreativen Bilder und coolen Sprüche würden schonungslos die Risiken beim Rauschtrinken verdeutlichen und gleichzeitig Alternativen aufzeigen.
Schulleiterin Katrin Proschmann bedankte sich für die Auszeichnung. „Wir haben uns gerne an 'bunt statt blau´ beteiligt, weil die Kampagne Schüler besonders anspricht. Ihre plakativen Antworten auf das Komasaufen zeigen, dass sich die Jungen und Mädchen sehr intensiv mit diesem aktuellen Thema beschäftigt haben.“ Es sei wichtig, im Schulunterricht über einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol und eigene Grenzen zu sprechen.
Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, freut sich über die große Beteiligung von rund 500 Schülern aus Thüringen an der Kampagne „bunt statt blau“: „Die Kampagne setzt bereits im dritten Jahr erfolgreich ein Zeichen gegen das Rauschtrinken von Jugendlichen“, erklärt Mechthild Dyckmans. „Der Wettbewerb erreicht immer mehr Jugendliche und bewegt sie dazu, sich kritisch mit diesem wichtigen Thema auseinander zu setzen.“ Der Wettbewerb sei eine gute Gelegenheit, im Schulunterricht über die Gefahren des Alkoholmissbrauchs zu diskutieren.
Nach aktueller Bundesstatistik landeten 2010 knapp 26.000 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus. Auch in Thüringen gab es über 500 Betroffene Weil die Zahl der „Komasäufer“ in den vergangenen Jahren bundesweit stark gestiegen ist, lädt die DAK-Gesundheit gemeinsam mit der Bundesdrogenbeauftragten und zahlreichen Landes-Schirmherren seit drei Jahren Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren zum Plakatwettbewerb „bunt statt blau“ ein. Die Aktion gilt laut Sucht- und Drogenbericht der Bundesregierung als beispielhafte Präventionskampagne.
Im Juni wählt eine Bundesjury mit der Band „Luxuslärm“ die Bundesgewinner.
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