Protest gegen Beschluss des hessischen Umweltministeriums

Flussbestattung für K+S "Vier-Phasen-Plan"

Gieselwerder (cj) - Mit einem symbolischen Trauermarsch wurde in Gieselwerder der "Vier-Phasen-Plan" von K+S zur dauerhaften Salzabwasser-Entsorgung im Werra-Kalirevier in Form einer Flussbestattung in der Weser „zu Grabe getragen“.

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V.l.: Prof. Wolfgang Wiest, Rüdiger Henne und Markus Mannsbarth bei der Kundgebung.

© Foto: Junginger

Los ging es mit einer Kundgebung am Tanzeplatz vor dem Haus des Gastes in Gieselwerder, wo Bürgermeister Rüdiger Henne die zahlreichen Gegner der Oberwesersalzeinleitung begrüßte und eine Traueransprache hielt. Prof. Wolfgang Wiest und Aktionsbündnisvorsitzender Markus Mannsbarth unterzogen den Vier-Phasen-Plan einer kritischen Betrachtung und erläuterten dann die Hintergründe sowie die weitere Entwicklung im Streit um die Salzeinleitung. Anschließend wurde der Vier-Phasen-Plan symbolisch verbrannt.

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Demo in Gieselwerder "Keine Salzeinleitung in die Oberweser".

© Foto: Junginger

In einem gemeinsamen Marsch wurde die Asche mit einer feierlichen Flussbestattung über die Weserbrücke beigesetzt - natürlich unter Einhaltung der Wasserrahmenrichtlinie. Das Aktionsbündnis dankt den zahlreichen „Trauergästen“ für ihr bürgerliches Engagement zur Erhaltung der Süßwasserqualität der Weser. Beim „Beerdigungskaffee“ im Ort mit den "Trauergästen" wurde das strittige Thema Oberweserpipline in weiteren Gesprächsrunden vertieft.
Der "Vier-Phasen-Plan" sichert nicht nur die Einleitung von Salzabwasser in die Werra und die Trinkwasser gefährdende Versenkung, sondern auch den Bau einer Oberweserpipeline sowie einen gigantisch großen Salzabwasserspeicher am Rande oder sogar mitten im Reinhardswald zu. Die Wut der Bevölkerung ist groß.
„Hier, wo wir kaum Gewerbeansiedlungen und damit weitere Arbeitsplätze erwarten dürfen, setzten wir auf die Entwicklung als Tourismusregion. Mit der Bildung einer „Touristischen Arbeitsgemeinschaft Märchenland Reinhardswald“ wollen die Städte und Gemeinden im Bereich des Reinhardswaldes zukünftig gemeinsam die intakte Kulturlandschaft bewerben.

Mit unserer abwechslungsreichen und bezaubernden Naturlandschaft könnten wir bei Urlaubern aus nah und fern sicher noch gut punkten, wenn denn unsere Landschaft nicht durch den geplanten riesigen Salzsee verschandelt würde und die Weser zur Abwasserleitung verkommt“, so Markus Mannsbarth, Vorsitzender des Aktionsbündnisses Salzfreies Märchenland. „Aber diesem Treiben, Unmengen von Industrieabwasser in die Weser einleiten zu wollen, werden wir nicht tatenlos zusehen.

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