V.l.: Landrat Friedhelm Spieker, Reinhard Fehr, Pfarrer Willi Koch, Marianne Fehr und Bürgermeister Hermann Temme. Im Hintergrund Mitglieder des Musikvereins Auenhausen.
© Foto: OttoBrakel (mo) - Es herrschte eine feierliche, zugleich auch familiäre Atmosphäre im Keller des Rathauses. Familienangehörige, Freunde und Weggefährten waren zugegen, als Reinhard Fehr als "höchste Anerkennung für Verdienste des Gemeinwohls" das Bundesverdienstkreuz verliehen wurde.
"Ja, der hat´s verdient", fasste Bürgermeister Hermann Temme den festgestellten O-Ton auf diese Ehrung zusammen und fügte schmunzelnd hinzu: "Und nach ostwestfälischen Maßstäben wäre ich damit schon fast am Ende meines Grußwortes angekommen".
Natürlich konnte es im Falle von Reinhard Fehr nicht beim ostwestfälischen Maßstab bleiben; weder wäre es seinem jahrzehntelangen Engagement im Feuerwehrwesen angemessen, noch seiner Tätigkeit im Stadtapparat oder auch seiner großen Herzensangelegenheit, dem Musikverein Auenhausen, der im Zuge der Ehrung für den feierlichen, musikalischen Rahmen sorgte.
Reinhard Fehr leistete Großes auf Ebene von Stadt, Kreis und Land; etwa lag die Zusammenführung der Feuerwehren der zehn Städte im Kreis in seinen Händen. Als Geschäftsführer des Kreisfeuerwehrverbandes vertrat er von 1982 bis 1992 rund 4000 Feuerwehrleute.
Die Aus- und Fortbildung lag ihm am Herzen, die Jugendarbeit wurde von ihm gehegt und gepflegt.
"Herr Fehr erkannte bereits früh, dass nur aus einer starken Jugendfeuerwehr heraus die Lücken in den aktiven Einsatzabteilungen geschlossen werden können", so Landrat Friedhelm Spieker.
Er organisierte den überörtlichen Einsatz bei Großschadensereignissen und im Bereich Katastrophenschutz, wobei er in feuerwehrtaktischer Hinsicht nicht nur Neuland betrat, sondern es auch schaffte, die Feuerwehrkräfte für diese zusätzliche, zeitintensive Aufgabe zu motivieren.
Seit 2005 engagiert er sich auch in der Unfallkasse NRW.
30 Jahre lang war Reinhard Fehr auch im Schiedswesen tätig; er war Ansprechpartner für Streitparteien im Bereich des Amtsgerichtes Brakel, von 1983 bis 1987 stellvertretender Schiedsmann und von da an bis 2009 Schiedsmann für die Ortschaften Auenhausen, Frohnhausen und Hampenhausen.
Bereits eingangs erwähnt, war auch der Musikverein Auenhausen sein Steckenpferd; 1991 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern, übernahm 2010 den ersten Vorsitz und zeigte auch hier wieder Herz für die Jugendarbeit.
Auenhausen selbst als Heimatdorf durfte ebenfalls stets Unterstützung genießen, etwa bei den Vorbereitungen zur 850-Jahr-Feier oder beim Bau des Dorfgemeinschaftshauses.
"Ja, der hat´s verdient", man kann es nicht treffender ausdrücken.
Im Anschluss der offiziellen Ehrung genoß man in froher Runde noch einen gemütlichen Abend im Keller des Rathauses.
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