Frauen auf den Spuren der Göttinger Unterwelt

Borgentreich (wrs) - Anlässlich des Internationalen Weltfrauentages unternahmen 40 Frauen einen Ausflug nach Göttingen, organisiert vom SPD-Stadtverband Borgentreich. 
Bei einem Stadtspaziergang besichtigten die Frauen Geheimnisse der alten wiederhergestellten Gewölbekeller, die unter den alten Fachwerkhäusern liegen. Inge Fels die Frauenbeauftragte des SPD-Stadtverbandes berichtet: "Wir sahen unter anderem ein Gefängnis für das Bürgertum, einen Verkaufsraum der Kaufleute, wo Teppiche verkauft wurden - Schaufenster gab es jedoch noch nicht. Einen Treffpunkt von Mönchen, wo auch Gespräche unter den Mitbrüdern stattfanden. Eine Mikwe (jüdisches Bad, das der rituellen Reinigung dient), die in privaten Besitz ist, wurde ebenso besichtigt." 
Auch zur Geschichte Göttingens bekam die Gruppe viele Informationen. Zum Beispiel waren von den 6.000 Studenten in Deutschland um 1865 1.000 in Göttingen, aber es gab noch keine Universität. Mann (Frauen waren noch nicht zugelassen) ging zum Professor nach Hause, 100 bis 200 Personen fanden in kleinen Räumen Platz und lauschten dem Vortrag. 
Ratsfrau Jutta Kropp aus Bühne ergänzt: "Ein gelungener Tag, der auf der Burg Plesse bei Bovenden bei einem Kaffeeklatsch seinen Ausklang
 fand." 
Auch im nächsten Jahr werden die Frauen wieder anlässlich des Weltfrauentages einen solchen Ausflug unternehmen. 



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