Zuckerrübenfläche im Kreis Höxter nicht verringert

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Was ist derzeit auf den Feldern zu tun? Zu Beginn des Frühjahres müssen die Kulturen mit Nahrung versorgt werden. Das kann Mineraldünger oder Wirtschaftsdünger wie Gülle oder Mist sein.

© Fotos: WLV/Pottkamp

Kreis Höxter (wrs) - Die Arbeiten auf den Feldern sind nach dem vielen Regen im Februar und Anfang März nun schon weit fortgeschritten. „Der Regen war für die Grundwasserspeicher wichtig“, berichtet Antonius Tillmann, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Höxter. Im Februar habe es in NRW fast dreimal so viel geregnet wie in anderen Jahren. Zudem sei der Winter sehr mild gewesen. So gehe der Februar 2020 als zweitwärmster Monat in die Geschichte ein. Von starkem Frost und Schnee sei keine Spur. Dennoch hofft der Landwirtevorsitzende Tillmann, dass die alte Bauernregel „ein nasser Februar bringt ein fruchtbar Jahr“ sich bewahrheiten wird. Der März, so besagen die Bauernregeln, müsse dann trocken sein, um eine gute Ernte zu bescheren.

Rübenfläche im Kreis nicht verringert
Was ist derzeit auf den Feldern zu tun? Zu Beginn des Frühjahres müssen die Kulturen mit Nahrung versorgt werden. Das kann Mineraldünger oder Wirtschaftsdünger wie Gülle oder Mist sein. Dann werden die Frühjahrskulturen ausgesät: Sommergerste, Hafer, Ackerbohnen, Erbsen und die wichtige Frucht für die guten Ackerbaustandorte im Kreis Höxter, die Zuckerrübe. Obwohl die Zuckerfabrik in Warburg geschlossen ist, muss die Anbaufläche im Kreis nicht verringert werden. Das Unternehmen Südzucker verarbeitet in Wabern die Warburger Rüben. Zudem werden von der Fima Pfeiffer und Langen in Lage (Kreis Lippe) Zuckerrüben aus dem Kreis Höxter verarbeitet. Dazu gekommen ist außerdem das Unternehmen Nordzucker in Nordstemmen in Niedersachen. Sie sind neu ins Geschäft im Kreis eingestiegen. „Somit gehen die Rüben aus unserem Kreis an insgesamt drei Verarbeiter“, erklärte der Vorsitzende. Auch die Biorüben, die bisher in der Zuckerfabrik in Warburg verarbeitet wurden, müssten nun nicht nach Bayern zur Südzucker. Sie würden auch von der Firma Nordzucker in Schladen in Südniedersachsen verarbeitet. „Weiter ist der Zuckermarkt momentan wieder freundlicher gestimmt“, erläutert Tillmann, weil zum Beispiel in Thailand das Zuckerrohr aufgrund der Trockenheit nicht wachse.

Worauf warten die Bauern? „Wir freuen uns auf Wärme, denn ohne Wärme wächst nichts“, begründet Tillmann, doch die würde früher oder später kommen. „Unsere Werkbank ist unter freiem Himmel, wir können die Witterung - zum Glück - nicht ändern“, so der Vorsitzende. Aussagen zur diesjährigen Ernte könne man derzeit nicht machen. „Ob wir eine gute Ernte bekommen, so der Vorsitzende, das steht in den Sternen. „Bis dahin brauchen wir milden Sonnenschein und erquickenden Regen. Alles zu seiner Zeit. Es bleibt wie jedes Jahr: Spannend bis zur Ernte.“

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