Portrait Paul Seydell

LGS von Kindesbeinen an

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Paul Seydell.

© Foto: Claudia Warneke

Höxter (ozm) - Als Paul Seydell das erste Mal eine Landesgartenschau besuchte, war er gerade mal neun Jahre alt. „Schon als Kind haben meine Eltern und ich jedes Jahr Gartenschauen besucht“, sagt der 26-Jährige. „Irgendwann habe ich eine richtige Begeisterung dafür entwickelt und heute arbeite ich sogar hier.“ Bei der Landesgartenschau koordiniert Paul Seydell seit Februar 2022 als Bauherrenvertreter alle Bauprojekte.
Erste Erfahrungen als Garten- und Landschaftsbauer sammelte er als Jugendlicher im elterlichen Betrieb. „Nach meiner Ausbildung zum Landschaftsgärtner an der Schweizer Grenze und auf der Schwäbischen Alb habe ich in Osnabrück Freiraumplanung studiert“, sagt Paul Seydell. 2016 nahm er am Landschaftsgärtner-Cup Baden-Württemberg auf der Landesgartenschau Öhringen teil. „Dort können die Nachwuchsteams der besten Landschaftsgärtner ihr Können zeigen. Innerhalb von sieben Stunden mussten wir einen Garten anlegen“, sagt er. Paul Seydell belegte mit seinem Team den zweiten Platz.
Als der 26-Jährige die Stellenanzeige für die Landesgartenschau Höxter sah, bewarb er sich ohne zu zögern. „Für Garten- und Landschaftsbauer sind Landesgartenschauen immer ganz besondere Projekte“, erzählt er. „Zu beobachten, wie sich geplante Pflanzungen entwickeln, ist immer wieder spannend.“ Höxter kannte er vorher nur als Standort fürs Studium der Freiraumplanung. „Das gibt es nicht oft in Deutschland.“ Dank der schönen Altstadt und der vielen Natur fühlt sich Paul Seydell hier wohl. „Nach der Landesgartenschau wird Höxter noch viel schöner, weil das Projekt so sehr zur nachhaltigen Stadtentwicklung beiträgt.“
Entspannen kann er beim Kochen mit seiner Freundin, beim Radfahren und Handwerken in Haus und Garten. „Meinen Esstisch habe ich zum Beispiel selbst gebaut“, sagt er. Auch bei Rundgängen über die Baustelle kommt er gut runter. „Zu sehen, was wir schon alles geschafft haben, ist immer wieder schön.“ Sein liebster Ort auf dem Gelände ist das Dickicht auf der Weserscholle.
Für Paul Seydell ist vor allem die Zeit vor der Landesgartenschau arbeitsintensiv. „Da die Bauprojekte im Vorfeld stattfinden und pünktlich zur Eröffnung abgeschlossen sind, habe ich jetzt viel zu tun.“ Danach folgt der Rückbau, den der Bauherrenvertreter koordinieren muss. „Das ist aber nicht so aufwändig wie die Zeit vor der Eröffnung.“ Deshalb freut er sich ganz besonders auf 2023: „Dann kann ich die Landesgartenschau einfach in vollen Zügen genießen und ein halbes Jahr lang die Fertigstellung dieses schönen Projektes feiern!“

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