Friedensboten und Klosterkultur

Netzwerk Klosterlandschaft OWL stellt Programmbroschüre 2020 vor

Marienmünster (ozm) - Das neue Jahresprogramm des Netzwerks »Klosterlandschaft Ostwestfalen‐Lippe« ist da. Auf mehr als 100 Seiten erwartet die Leser ein breitgefächertes Angebot, offen für jeden, unabhängig von Konfession und Weltanschauung. „Klöster sind seit jeher starke Orte und bieten ein enormes spirituelles, kulturelles und geschichtsträchtiges Potenzial.

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Die Landkarte der Klosterorte in OWL.

© Foto: Kalle Noltenhans

Die noch oder wieder aktiven Klöster sind heute keine geschlossenen Gesellschaften mehr, sondern öffnen sich der Allgemeinheit, und zwar als Oasen der Spiritualität und Freiräumen in der Krise.“, erläutert Hans Hermann Jansen, Projektleiter des Netzwerks der Klosterlandschaft Ostwestfalen‐Lippe. Informationen zu den Orten, geplanten Konzerten, Workshops, Seminaren, Pilgerwanderungen, Andachten oder Ausstellungen aus mehr als 50 Klosterorten zwischen Clarholz und Corvey, Minden, Herford und Warburg sind es, die das kleine Kompendium bündelt. Eine Vielzahl eindrucksvoller Fotos flankieren erläuternde Texte und Sonderseiten zu Themen wie Kinder – Jugendliche – Familie, Wege, Orgelroute OWL oder Klostergärten und Kloster‐Garten‐Route. Zukunftsorientierte Ansätze schlagen thematische Brücken und setzen das Potenzial von Landschaft und Natur mit kulturellen, spirituellen oder touristischen Angeboten zueinander in Beziehung: Das Jubiläumsprogramm 700 Jahre St. Marien Lemgo und die Bach‐Nacht in Marienmünster locken dabei beispielsweise ebenso wie der Herforder Orgelsommer oder der Klostermarkt in Dalheim. Unter dem Vorbehalt der geltenden Beschränkungen für öffentliche Veranstaltungen wird mit dem 7. Klosterfestival vom 3. Juli bis 16. August die außerordentliche Bedeutung der klösterlichen Einrichtungen noch unterstrichen. Musik, Literatur und Baukunst verbinden sich zu einem Mix aus Kontemplation, Naturerleben und kulinarischen Angeboten. Wanderungen führen hinaus in die Landschaft und laden dazu ein, die Region aus einem anderen Blickwinkel kennenzulernen. Dass die Initiatoren nicht nur das Klosterfestival 2020 unter den Titel »Friedensboten« gestellt haben, sondern dass das Thema Frieden sowie eine entsprechende Veranstaltungsreihe auch in der aktuellen Jahresbroschüre aufgegriffen wird, stellt zudem Bezüge zwischen aktuellem Zeitgeschehen und dem Ende des Zweiten Weltkrieges vor 75 Jahren her. Aus dem Geist der Kunst heraus werden Zeichen für Frieden, Toleranz und Völkerverständigung gesetzt. „Krieg, Ausgrenzung und menschenverachtende Gewalt sind auch heute gegenwärtig“, sagt Hans Hermann Jansen. Er und sein Team sind sich sicher, dass Musik, Literatur und bildende Kunst in ihren vielfältigen Ausdrucksformen den Boden für menschenverbindende Friedens‐ und Heilungsprozesse bereiten können, nicht zuletzt, weil aus der Kraft der Kunst eine einzigartige Form von gemeinsamem Erleben entsteht, das Menschen verschiedener Herkunft, Sprache und Religion eint. Die in einer Auflage von 10.000 Exemplaren erschienene Broschüre ist kostenlos in den Klöstern und TouristInformationen der beteiligten Kommunen zu erhalten. Darüber hinaus sendet die Kulturland Kreis Höxter Tourismusmarketing bei der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung (info@kulturland.org oder 05271 974323) die Broschüre gerne per Post zu. Details zur Arbeit des Netzwerkes sowie ein Download des Programmheftes gibt es im Internet auf www.klosterlandschaft‐owl.de. Förderer des Projekts sind unter anderem das Land NRW, die Kreise Gütersloh, Lippe und Paderborn, Kulturland Kreis Höxter, der Landschaftsverband, die Verbundvolksbank OWL sowie die Lippische Landeskirche.

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