Bad Langensalza (b. hohnstein) - Das letzte Saisonspiel in der Handball-Bundesliga der Frauen steht am Samstag, 19. Mai, an - am Ende wird der Deutsche Meister gekürt. Und THC-Trainer Herbert Müller ist sehr froh darüber, dass es in Bad Langensalza stattfindet.
Er resümiert, dass das erste Finale in Buxtehude ein sehr intensives Spiel war, in dem der Thüringer HC gezeigt hat, dass er Meister werden will. Das erreichte Resultat ist nicht optimal aber es lässt alles offen. "Wer Meister werden will, der muss ein Heimspiel mit zwei Toren gewinnen. Ein Finale spielt man nicht - man gewinnt es!", lautet seine klare Ansage wohl in jeder Trainingseinheit vor dem alles entscheidenden Spiel. Es hat sich gezeigt, nach Niederlagen gab es beim THC im Anschluss sofort wieder starke Spiele. Buxtehude ist ganz stark nach deutlichen Niederlagen wiederauferstanden, jetzt gibt es für sie eine ganz andere Voraussetzung. Die Damen von Trainer Dirk Leun kommen mit einem Vorsprung und müssen diesen verteidigen. Das Team aus dem Norden der Republik hat einen tollen Heimnimbus gewahrt - hat aber auch in Auswärtsspielen mehrfach Schwächen gezeigt. Die Richtlinie, die Trainer Müller vorgibt, ist klar umrissen. Mit stabiler Deckung, Kampfgeist ins schnelle Spiel kommen, aber auch solide agieren, auf einem spielerisch hohen Niveau. Shenia Minevskaja, die 19Jährige mit dem Rückenwind der ersten Einladung zu einem A-Länderspiel, bringt es auf den Punkt: "Wir werden alles daran setzen uns am Ende der Saison für die sehr harte Arbeit zu belohnen." Die Handballfreunde können sich freuen, die beiden kompaktesten Teams der Liga stehen im Finale. Am Samstag um 15.00 Uhr wird der THC in Bestbesetzung auflaufen, bei den Gästen fehlt der langzeitverletzte Mannschaftskapitän Isabell Klein, die aber von außen schon im Hinspiel akustisch wie ein "achter Mann" dabei war. Es wird darauf ankommen, dass auch Spielerinnen, die von der Bank kommen, sofort Akzente setzen können. Der Schlüssel zum Erfolg wird die mentale Stärke des Teams sein. Während Buxtehude in den PlayOffs nach einigen Jahren Pause wieder Mentaltrainer Thoralf Rapsch ins Boot nahm - der Erfolg gegen Leipzig gab der Maßnahme recht - setzt das Trainergespann Müller auf Selbstbewusstsein, das von den Trainern auf das Team ausstrahlen muss. Es wird interessant sein, zu sehen, wie die Spielerinnen sich in Schlüsselsituationen verhalten und wem es schließlich gelingt, unter enormer Anspannung die Fehlerzahl gering zu halten. Die Halle ist seit letzter Woche komplett ausverkauft - die Organisatoren rechnen mit einem Zuschauerrekord. Zusätzlich zu den Hallenbesuchern wird wohl auch das kostenlose Public Viewing der FSV-Fußballer im Stadtzentrum regen Zuspruch finden und dann gibt es den Internet-Livestream, dieses Mal vom Norddeutschen Rundfunk. Wem das alles zu aufregend ist, der hat wie üblich die Möglichkeit, den Livetickers von mdr und THC auf der Vereinshomepage und im mdr-Videotext auf Seite 260 zu verfolgen.
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