Quartiersmanagement für Brakeler Innenstadt

Attraktivitätssteigerung im Fokus

Brakel (ozv) - Bereits seit Jahren hat die Stadt Brakel die Entwicklung der Innenstadt besonders im Auge. „Der demografische Wandel, die zunehmende Digitalisierung und der damit verbundene Onlinehandel stellen eine Kommune vor große Herausforderungen“, berichtet Bürgermeister Hermann Temme.

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Gemeinsam für die Verbesserung der Aufenthaltsqualität in der Brakeler Innenstadt, von links: Larissa Walter (Junker+Kruse), Bürgermeister Hermann Temme, Rolf Junker (Junker+Kruse), Alexander Kleinschmidt (Stadt Brakel, Wirtschaftsförderung), Peter Frischmeier (Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters) und Sebastian Otto (Junker+Kruse). 

© Foto: Stadt Brakel

„Eine positive Stadtentwicklung stellt eine vielschichtige Gemeinschaftsaufgabe dar und ist von verschiedenen Akteuren abhängig. Daher bin ich sehr froh, dass wir durch die professionelle Unterstützung des Büros Junker + Kruse (Stadtforschung und Planung) aus Dortmund viele innovative Denkanstöße und Ideen für unsere Stadt erhalten“, so der Bürgermeister. Die Hauptaufgabe des Quartiersmanagements liegt darin, alle vorhandenen Kräfte für die Brakeler Innenstadtentwicklung zu aktivieren, in den laufenden Prozess einzubinden und so letztendlich die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt zu optimieren. Die Einrichtung eines Quartiersmanagements durch ein externes Büro wurde Anfang Dezember 2019 durch den Rat der Stadt Brakel beschlossen und wird auf Basis des „Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes“ mit 60 Prozent aus der Städtebauförderung (Bund / Land) bezuschusst.
Das Büro Junker + Kruse arbeitet dabei gemeinsam mit Einzelhändlern, Gastronomen, Politik und Eigentümern an dem Ziel der Stärkung des „Besuchserlebnisses Brakel“. Die Experten des Planungsbüros wissen, „Handel ist Wandel“ und auf diese Veränderungen muss man reagieren. „Die wunderschöne Brakeler Altstadt bietet mit den historischen Bauwerken viel Aufenthaltsqualität“, so Rolf Junker vom Büro Junker + Kruse. In Brakel sei durch die Oberflächengestaltung bereits viel passiert, Ziel sei es nun, die schöne Fußgängerzone wieder mit mehr Leben zu füllen. Durch leichte Eingriffe können enorme Verbesserungen erreicht werden, ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf einer Attraktivitätssteigerung für Familien, ein weiterer Schwerpunkt in dem Umgang und der Reaktivierung von Leerständen.
Innenstadt ist mehr als Einzelhandel, sondern bedeutet auch die Stärkung von Wohnflächen, Handwerk und Lebensort. Ziel des Managements ist es, den Abwärtstrend zu stoppen und die Innenstadt durch neue Impulse mit mehr Leben zu füllen.
Ein Lenkungskreis, bestehend aus Vertretern der einzelnen Ratsfraktionen, des Werberings und der Stadtverwaltung, arbeitet stetig an einer ergebnisorientierten Weiterentwicklung und fungiert während des Prozesses als „Sprachrohr“, so können die vorgebrachten Ideen gemeinsam diskutiert und (weiter-)entwickelt werden.
Das Quartiersmanagement steht auch den Immobilieneigentümern zur Seite und unterstützt sie beispielsweise bei der Aktivierung von Förderprogrammen, Investitionen, Nutzungsperspektiven sowie dem Abbau von Leerständen. Aber auch die Gewerbetreibenden werden durch Maßnahmen, Konzeption und Umsetzung weiterführender Projekte in die Stadtentwicklung mit einbezogen. Mit den Bürgern erfolgt ein reger Informationsaustausch über mögliche Entwicklungsperspektiven.
„Die Meinung unserer Bürger spielt eine große Rolle in diesem Prozess, sie sollen ihre eigenen Ideen und Projekte in den aktiven Prozess unbedingt mit einbringen und so zur Belebung „ihrer“ Innenstadt beitragen, erklärt Bürgermeister Hermann Temme.
Die Initiatoren sind sich einig, seit jeher stellen Innenstädte und Marktplätze einen Ort der Begegnung für die Menschen dar. Auch wenn ein Wandel stattfindet, sollte dieses Zukunftsbild positiv gestaltet und ein qualitativer Aufenthaltsort geschaffen werden, der die Menschen zusammenbringt.

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