Anschub zum Abriss

Leerstandsprogramm der Stadt Brakel zum Strukturwandel auf den Dörfern

Brakel (sd) - Strukturwandel und demografische Veränderungen haben dazu geführt, dass es in den Ortskernen der 14 Dörfer im Stadtgebiet Brakel Leerstände gibt, die das Gesamtortsbild negativ beeinträchtigen. Die Verantwortlichen in den Kommunen und die Menschen in den Dörfern werden sich diesen Veränderungen stellen müssen.

alle Bilder anzeigen Bild anzeigen

V. li. Christian Fachin (CDU Stadtverband), Hermann Steinhage (CDU Ratsmitglied), Rainer Hartmann (Bezirksausschussvorsitzender) und Bürgermeister Hermann Temme.

© Foto: Damhorst

Eine Erhebung hat ergeben, dass 31 Gebäude im Stadtbezirk bereits unbewohnt sind und 86 Häuser von jeweils lediglich einer über 80-jährigen Person bewohnt werden. Aus diesem Anlass informierte die CDU der Stadt Brakel über das Leerstandsprogramm zum Strukturwandel auf den Dörfern.

Viele der betroffenen Gebäude sind derart marode oder entsprechen den heutigen Wohnanforderungen nicht mehr, dass eine Sanierung nicht lohnenswert erscheint. Für solche Fälle gibt es nun eine Abrissprämie.

Seit dem Haushaltsjahr 2008 stehen Fördermittel zur Verfügung, mit denen Sanierungen alter Gebäude subventioniert werden. Seit dem 31. März gelten veränderte Modalitäten für die mögliche Förderung. Laut einstimmigen Beschlusses im Rat kann nun Eigentümern eines zerfallenen Gebäudes im Ortskern eine Abrissprämie in Höhe von 6000 Euro gewährt werden. Ziel ist, das Ortsbild im ländlichen Raum zu verschönern und einen Anreiz zu geben, die Schandflecken inmitten der Dörfer zu entfernen. Ca. die Hälfte der Abrisskosten für ein vom Leerstand betroffenes Objekt könnten damit abgedeckt werden, schätzt Hermann Steinhage.

Eine weitere Maßnahme für zukunftstaugliche Strategien für die Dörfer im Stadtgebiet Brakel entwickelt der ehemalige Vorsitzende der Landesbewertungskommission „Unser Dorf hat Zukunft" Dr. Lutz Wetzlar in Kooperation mit den Ortsvorstehern. Das Projekt „Zukunftswerkstatt" ist als Hilfe zur Selbsthilfe angelegt. Zurzeit werden Handlungsleitlinien für vier Dörfer erarbeitet.

Bürgermeister Hermann Temme gab eine Übersicht zu den bisher zur Verfügung gestellten Fördermitteln. In den Jahren 2008 bis 2011 war eine Summe von rund 85 Tausend Euro im Haushaltsplan angesetzt. Da es bisher nur 14 Antragsteller gab, steht für das laufende Haushaltsjahr noch eine Summe von rund 30 Tausend Euro zur Verfügung. Das unbürokratische Verfahren und die Förderung soll den politischen Entschluss „anschieben".

Nähere Auskünfte beim Bauamt der Stadt Brakel, Willi Düsenberg, unter Tel. 05272/360243.

Bewerten Sie diesen Artikel

5.0
5,0 (3 Stimmen)

Möchten Sie diesen Artikel

Versenden Drucken
Anzeige

Noch keine Kommentare vorhanden

Zu diesem Artikel wurde noch kein Kommentar hinterlassen, schreiben Sie doch den ersten.

Diesen Artikel versenden

Absender-E-Mail:*
Empfänger-E-Mail:*
Nachricht:*

* Pflichtfelder
Als Startseite festlegen Facebook Twitter RSS-Feeds Mobile