Landwirtschaftskammer Brakel

„Sanierung alter Bausubstanz Holz“

Brakel (ozv) - Der Informationsabend  „Sanierung alter Bausubstanz mit dem Baustoff Holz“, der im Infozentrum der Landwirtschaftskammer in Brakel stattfand, bot die Gelegenheit, sich über das komplexe Thema der energetischen Sanierung von Altbauten zu informieren.

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Prof. K. Frühwald erläutert den Teilnehmern die energetische Sanierung von Altbauten.

© Foto: privat

16 interessierte Eigenheimbesitzer, Architekten und Vertreter von Unternehmen aus der Region nutzten das Angebot. Das Clustermanagement Holz in Ostwestfalen-Lippe konnte für den Fachvortrag die Diplom-Holzwirtin Frau Prof. Katja Frühwald gewinnen, die an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe das Labor für Holztechnik leitet.
Joachim Göckede, Mitarbeiter im Cluster Holz in OWL, stellte die steigende Bedeutung des Themas Sanierung von Altbauten heraus. Gerade in vorwiegend ländlich geprägten Gebieten wie dem Kreis Höxter nähmen der Leerstand alter Gebäude in den Ortskernen z.B. durch Abwanderung der Bevölkerung zu während zudem weniger Neubaugebiete ausgewiesen werden könnten. Bereits heute ist jedes fünfte Haus älter als 80 und jedes zehnte Haus älter als 100 Jahre. In diesen Gebäuden besteht vielfach ein großer Sanierungsbedarf, da allein der Heizenergiebedarf um ein vielfaches höher ist als bei Gebäuden mit heutigem wärmetechnischem Standard.
In ihrem Vortrag vermittelte Prof. Katja Frühwald den Teilnehmern viel Fachwissen über die energetische Sanierung alter Gebäude. Zunächst legte Sie mit einigen bauphysikalischen Grundlagen die Basis für den Umgang mit der Thematik und erläuterte ausgiebig gesetzliche Vorgaben wie die neue Energieeinsparungsverordnung (EnEV). Nach dieser dürfen beispielsweise alte Wohngebäude heute nicht mehr ohne Energiepass verkauft werden. Danach zeigte Sie anschaulich u.a. auch am Beispiel Ihres eigenen, mehr als hundert Jahre alten Fachwerkhauses, welche verschiedenen Varianten und Materialien es zur Dämmung von Wänden, Geschoss- und Kellerdecken gibt. Zum Ende Ihres Vortrags verdeutlichte Sie, warum es sinnvoll ist, bei der Dämmung auf Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen wie z.B. Holz zurückzugreifen. Diese vereinten hervorragende bauphysikalische Eigenschaften mit ökologischen und klimaschützenden Eigenschaften.
Als Fazit am Ende Ihres Vortrags resümierte Frühwald, dass es für alte Gebäude nicht eine generell beste Lösung geben könne, sondern für jedes Haus eine passende Variante in Zusammenarbeit mit Energieberatern und Handwerkern erarbeitet werden müsse.

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