2011 war das erfolgreichste Jahr für INWEBA

Haargenau reicht hier nicht

Ilmenau (ke) - Was sich hinter den Toren der INWEBA GmbH im Unterpörlitzer Gewerbegebiet „Hohe Straße“ verbirgt, wurde geschickt hinter dem Firmennamen verborgen: INnovativer WErkzeugBAu. Beim Betriebsbesuch des Landrates konnte Geschäftsführer Matthias Lotz mit 2011 auf das erfolgreichste Jahr des Unternehmens zurückblicken.

Bild anzeigen

Landrat Benno Kaufhold, Werkzeugmacher Manfred Hartwich, Ortsteilbürgermeisterin Ute Oberhoffner und Geschäftsführer Matthias Lotz (v.l.n.r.) beim Blick auf ein Kunststoffspritzwerkzeug.

© Foto: Kerstin Engelmann

Und dabei war auch das vergangene Jahr bestimmt kein leichtes, stand doch im Sommer der Umzug vom alten, angemieteten Standort im Gewerbegebiet „Am Vogelherd“ in die jetzt eigene Halle in Unterpörlitz an. Aber gerade dieser Umzug brachte für den kleinen Familienbetrieb und seine 30 Mitarbeiter einen neuen Aufschwung mit sich. „Durch kürzere Wege und eine bessere Organisation am neuen Standort sind die Umsätze um 25 Prozent gestiegen“, so Matthias Lotz und er ergänzt: „Unsere Heizkosten betragen nur noch 8 Prozent im Vergleich zu vorher.“ Möglich wurde dies, weil jetzt die während der Fertigung entstehende Abwärme in die Produktionshalle eingeleitet wird.

Diese Zahlen beeindruckten auch Unterpörlitz‘s Ortsteilbürgermeisterin Ute Oberhoffner und Thomas Jäcklein als Vertreter der Stadt Ilmenau, die Landrat Benno Kaufhold auf seinem Besuch begleiteten.

Überhaupt ist Matthias Lotz zu Recht stolz auf das neue Firmendomizil: „Hier fühlen wir uns wohl. Endlich ist die Produktion auch für Kunden vorzeigbar. Es gibt ordentliche Sanitäranlagen und einen schönen Pausenraum für die Mitarbeiter.“

Und seine Mitarbeiter sind dem Firmenchef sehr wichtig: „Wir haben eine langjährige Stammbelegschaft. Das ich wichtig, weil die Mitarbeiter sich ständig weiter qualifizieren müssen.“ Und auch für den eigenen Nachwuchs wird im Unternehmen gesorgt. Allein in dieser Woche absolvierten zwei Auszubildende ihre IHK-Prüfung und wurden übergangslos übernommen. Allerdings beklagt Matthias Lotz, dass er kaum noch ausbildungsfähige Bewerber findet. „Entweder die Schüler sind richtig gut in der Schule - dann wollen sie studieren oder in eine Bank. Die Bewerber im Handwerk geraten oft schon mit den vier Grundrechenarten an ihre Grenzen.“ Und das reicht für einen Werkzeugmacher oder Zerspanungsmechaniker im innovativen Werkzeugbau nicht mehr aus. Denn hier werden nicht nur höchste Ansprüche an den modernen Maschinenpark und neueste Computertechnik gestellt - auch die Mitarbeiter brauchen eine entsprechende Qualifizierung, um die ständig steigenden Kundenanforderungen erfüllen zu können. „Haargenau zu arbeiten reicht bei uns schon lange nicht mehr. Wir arbeiten im Bereich von hundertstel Millimetern“, so Lotz. Zu den Kunden der INWEBA GmbH, die überwiegend Spritzguss-, Tiefzieh-, Stanz- und Biegewerkzeuge herstellt, gehören Firmen aus der Automobil-, Elektro-, Solar- und Medizintechnik mit Sitz in Deutschland, Österreich, Portugal, Spanien oder der Schweiz.

Bewerten Sie diesen Artikel

4.2
4,2 (5 Stimmen)

Möchten Sie diesen Artikel

Versenden Drucken
Anzeige

Noch keine Kommentare vorhanden

Zu diesem Artikel wurde noch kein Kommentar hinterlassen, schreiben Sie doch den ersten.

Diesen Artikel versenden

Absender-E-Mail:*
Empfänger-E-Mail:*
Nachricht:*

* Pflichtfelder
Als Startseite festlegen Facebook Twitter RSS-Feeds Mobile