Hofmeyer: Altersgrenze im Schulgesetz anheben

Jugendlichen Flüchtlingen Schulbildung ermöglichen

Wiesbaden (hak) - „Für jugendliche Flüchtlinge, die älter sind als 18 Jahre, gibt es in Hessen keine Chance auf Schulbildung. Das ist ein unmöglicher Zustand, der umgehend geändert werden muss“, begründet die hiesige SPD-Landtagsabgeordnete, Brigitte Hofmeyer, einen aktuellen Gesetzentwurf ihrer Fraktion. „Jugendlichen, die nach den Asylbestimmungen Bleiberecht in Deutschland erhalten und sich hier integrieren und lernen wollen, muss der Abschluss einer Schulausbildung unabhängig vom Alter ermöglicht werden“, erläutert Hofmeyer, die auch Mitglied im Schulausschuss des Hessischen Landtags ist.
Es dürfe nicht sein, dass die persönliche und berufliche Zukunft motivierter junger Menschen davon abhängig sei, in welches Bundesland sie kämen, so die Kritik der SPD-Politikerin. Denn während beispielsweise Bayern Flüchtlingen bis zu einem Alter von 25 Jahren den Schulbesuch ermögliche, sei für jugendliche Flüchtlinge in Hessen derzeit mit 18 Jahren Schluss. „Mit unserem Gesetzentwurf wollen wir dafür sorgen, dass Flüchtlinge zwischen 18 und 25 Jahren, die durch Krieg und Flucht keine durchgehende schulische Bildung hatten, eine Chance auf Allgemeinbildung und einen Schulabschluss zu erhalten.“
Wer von Neu-Zuwanderern Integrationsbereitschaft fordere, müsse auch die grundlegenden Voraussetzungen dafür schaffen. „Wir brauchen für zugewanderte und nach dem Asylgesetz anerkannte Jugendliche ein deutlich erweitertes Recht auf Schulbesuch. Nur so kann für diese Menschen eine wirkliche Integration und ein selbstbestimmtes Leben gelingen.“

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