Meiningen (tk) - Den Ausklang der laufenden Spielzeit nahm jetzt das Meininger Theater zur Gelegenheit, einmal ordentlich auszumisten. Auf einem „Trödelmarkt der Träume“ bot das Haus am vergangenen Wochenende in seinem Werkstattgebäude unzählige Stücke aus seinem Fundus zum Verkauf an. Da griffen nicht nur bekennende Theaterfreunde zu.
Auch Trödelliebhaber, Neugierige und Sammler, die ihren eigenen Fundus erweitern wollten, statteten dem „Trödelmarkt der Träume“ einen Besuch ab. Bei den angebotenen Stücken handelte es sich in erster Linie um Ausstattungsgegenstände aus abgespielten Inszenierungen, die in ihrer Aufmachung so speziell waren, dass man sie nicht für eine künftige Inszenierung hätte umarbeiten können. Hierzu zählten insbesondere die Kostüme, die in großer Fülle ausgemustert wurden und den Trödelmarktbesuchern den sichtbar größten Spaß bereiteten. Auch Bühnenbilder, Malereien oder Fahnen wurden aus diesem Grund veräußert. Daneben bot das Theater aber auch Stücke an, die in einer Vielzahl im Bestand vorhanden waren und in solch großen Mengen nicht benötigt werden. So wechselten etwa Schwerter, Feuerwaffen oder Radios den Besitzer. Einige der Requisiten stammten aus Inszenierungen, die schon vor 20 bis 30 Jahren am Meininger Theater zur Aufführung kamen.
Weil in jedem einzelnen Stück sehr viel Arbeit, Zeit und Herzblut steckte, wollte man die ausrangierten Gegenstände nicht einfach entsorgen. Mit dem „Trödelmarkt der Träume“ hoffte das Theater, liebevolle Neu-Besitzer finden zu können, die die erworbenen Stücke in Ehren halten. Einen Fundus-Verkauf veranstaltete das Haus bereits häufiger, bisher jedoch nie unter einem so einladenden Titel und in einem solchen Rahmen.
Neben dem Trödelmarkt hatten Neugierige auch Gelegenheit, die verschiedenen Werkstätten des Theaters zu besuchen und in spannenden Führungen einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Das Puppentheater „Ferdinand, der Stier“, das in die Keller-Katakomben lud, und das angebotene Kinderschminken suchten auch die jüngsten Besucher zu unterhalten. Letztere brauchten im Grunde aber gar keine „Extra-Unterhaltung“, denn sie fanden an den ausgemusterten Stücken des Theaters ebenso großen Gefallen wie die Erwachsenen.
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