Zöllnitz (anw) – Zöllnitz kann sich ein Stück mehr sehen lassen. Denn der Ersatzneubau für die abbruchreife Obermühle beseitigt einen Schandfleck. Der 3-geschossige Ersatzneubau an der Roda ist zugleich Ausdruck einer leistungsstarken Kommune. Die rund 800.000 Euro müssen erst einmal gestemmt werden.
Bürgermeisterin Ingrid Helmke übergibt an die Kameraden der FFW Zöllnitz die neue Tragkraftspritze.
© Foto: anwNicht auf einmal, darauf legte Bürgermeisterin Ingrid Helmke dezidiert bei der Einweihung wert. Die drei bereits vermieteten Wohnungen würden entscheidend dazu beitragen, die Kredite zu bedienen. Rund 500.000 Euro steuerte das Land Thüringen bei.
Dass der Bürgermeisterin „ein Stein vom Herzen“ fiel, ist auch dem Umstand geschuldet, nach einer nicht von der Kommune zu verantworteten Stockung im Bauablauf das ambitionierte Projekt doch noch fertig stellen zu können. Sonja Kurtze mit ihrem Planungsbüro aus Stadtroda war kurzfristig eingesprungen. Die am Bau beteiligten 35 Firmen stammen überwiegend aus der Region.
Mit dem Neubau erhält auch die Bürgermeisterin ein neues Amtszimmer. Außerdem steht den Einwohnern nun ein Veranstaltungsraum zur Verfügung, die ersten Buchungen wurden bereits getätigt.
Doppelten Grund zur Freude hatten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Zöllnitz. Sie erhielten im Neubau einen eigenen, dringend benötigten Raum. Und vor der Einweihungsfeier hatte Frau Helmke den örtlichen Katastrophenschützern eine neue Tragkraftspritze übergeben. Das alte Gerät hatte 35 Jahre ge- und schon seit einiger Zeit ausgedient. Dafür konnte der Gemeinderat 10.000 Euro aus dem Etat bereitstellen. Obwohl auch das Dorf mit Kürzungen der Landesmittel leben muss.
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