Arbeitslose Geraer arbeiteten an Theaterprojekt mit

Eine Reise ins Schattenreich

Gera (tpt) - Seit neun Monaten beschäftigen sich elf langzeitarbeitslose Geraer jeweils über 50 Jahre in der Tonhalle, dem Domizil der TheaterFABRIK, mit dem Roman „Herr Jensen steigt aus“ von Jakob Hein und den Möglichkeiten seiner Umsetzung auf die Bühne.

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Im Rahmen der Initiative COOP50plus (Beschäftigungspakete in den Regionen)erarbeiteten elf arbeitslose Menschen aus Gera unter sachkundiger Anleitung an einem Theaterprojekt.

© Foto: tpt

Die TheaterFABRIK widmet sich in dieser Spielzeit dieser „Maßnahme“ der besonderen Art. Integration, Schlüsselkompetenzentwicklung und Reintegration, diese Vokabeln würde man gemeinhin nicht mit einem Theaterprojekt in Verbindung bringen. Die Teilnehmer haben sich bereit erklärt, sich auf eine Abenteuerreise zu begeben. Der Leiter der TheaterFABRIK Peter Przetak und die Choreografin Nanna Przetak sind die Verantwortlichen dieses Projektes. Es wird trainiert, geprobt, das Bühnenbild gebastelt und wie nebenbei das Vertrauen in die Tatsache gestärkt, dass jeder Mensch ein Geschenk ist.
Das Besondere an dieser Produktion ist, dass die Umsetzung des Stoffes als Schattentheater erfolgt. Durch die Zusammenarbeit mit dem namhaften Puppen- und Schauspieler Stefan Wey erfährt die Produktion zusätzliche kreative Unterstützung. Gemeinsam mit Nanna Przetak hat er die Regie übernommen.
Der Weg ist das Ziel, und das ist am 13. Juni erreicht: es wird in einer ersten und einzigen Vorstellung in der Bühne am Park gipfeln. Beginn 19.30 Uhr.
Zum Plot von „Herr Jensen steigt aus“:
Sie sind komisch. Sie sind tragisch. Wir erkennen uns in ihnen wieder und betrachten fortan das Alltägliche mit anderen Augen: Von Gregor Samsa bis Garp bevölkern Sonderlinge die Literatur. Herr Jensen ist einer von ihnen. Herr Jensen arbeitet bei der Post. Sorgfältig, beinahe liebevoll, pflegt er seine Zustellungen in die Schlitze der Briefkästen zu schieben. Arbeitet Herr Jensen nicht, denkt er über geheime Jagdgründe für Frauen nach oder über die Schwerkraft. Für ihn hätte es immer so weitergehen können. Eines Tages allerdings wird Herr Jensen freigestellt, um Freistellungen vermeiden zu können, wie man ihm erklärt. Bald darauf stellt er fest, dass man einen Wecker, der nicht mehr wecken muss, eigentlich Uhr nennen sollte...
Das Theaterprojekt „Herr Jensen steigt aus“ ist ein Aktivierungsangebot von COOP[+]³ und wird unterstützt und gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales im Rahmen des Bundesprogramms Perspektive 50plus – Beschäftigungspakte für Ältere in den Regionen, eine Aktivierungsmaßnahme innerhalb des Teilprojektes von COOP[+]³ Standort Gera namens Impuls 50plus.

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