Innenminister Jörg Geibert zu Gast

Forum im Kreisfeuerwehrzentrum

Hildburghausen (wotan) - Am 14. März 2012 trafen Feuerwehrleute aus dem Landkreis Hildbughausen mit Innenminister Geibert und Landrat Thomas Müller zu einem Feuerwehrforum zusammen.

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Präsidium des Feuerwehrforums

© Foto: wotan

Das Forum hatte sich das Ziel gesetzt, die Themen des Brand- und Katastrophenschutzes: technische Anforderungen und Ausstattungen, Einsatzbereitschaft der Kräfte und Mittel sowie zukünftige Lösungen für die Erfüllung der Einzelaufgaben, zu diskutieren.
Landrat Thomas Müller begrüßte die Teilnehmer aus dem gesamten Landkreis, der in sieben Feuerwehrstützpunkte aufgegliedert sei. Diese wären materiell-technisch sehr gut ausgestattet, was das Land und den Landkreis viel koste. Diese moderne Technik müsse von Menschen bedient werden und hierbei wäre der Landkreis auf die Freiwilligen Feuerwehren angewiesen. Die demografische Entwicklung bereite auch den Wehren große Probleme. Eine Vielzahl von Einsatzkräften würden multifunktionell eingesetzt, bei der Feuerwehr, im Katastrophenschutz oder bei der Bergrettung.
Innenminister Jörg Geibert hob in seinen Ausführungen hervor, dass die Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises Hildburghausen über 20 Kilometer Autobahn abzusichern hätten. Sie wären im Landkreis gut aufgestellt und wurden mit 9,2 Millionen Euro für den Brandschutz vom Land gefördert. Mehr als 2.100 Kameraden seien im Landkreis für den Brandschutz eingesetzt, 51 Jugendfeuerwehren hätten über 500 Mitglieder. Das Eintrittsalter für Jugendfeuerwehren wurde auf sechs Jahre abgesenkt. Mit dem Wegfall der Wehrpflicht sei eine Möglichkeit für den Erwerb des Lkw-Führerscheines weggefallen. Es wäre eine Rechtsverordnung in Arbeit, bei der Freiwilligen Feuerwehr einen geförderten Lkw-Führerschein zu erwerben.
Innenminister Geibert übergab Themars Bürgermeister Hubert Böse einen Fördermittelbescheid über 44.000 Euro für die Anschaffung eines Löschfahrzeuges.
In der Diskussion beschwerte sich der Leiter der Rettungshundestaffel Waldau darüber, dass in mehreren Fällen die Anforderung unterblieben sei und schlug vor, dass diesbezügliche Engagement durch Landkreis und Land zu verbessern. Ein Vertreter der Johanniter-Unfallhilfe bemängelte, die Anforderung der Sanitätskomponente dauere zu lange.
Der Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Masserberg wies darauf hin, seine Wehr besitze kein Einsatzfahrzeug mehr, weil der TÜV für das Kfz mit Baujahr 1973 abgelaufen sei.
Der Kreisbrandmeister gab zu bedenken, es gäbe tagsüber Probleme die Feuerwehrleute aus dem Arbeitsprozess herauszulösen. Insbesondere kleine Firmen könnten Einsatzkräfte nicht freistellen. Die Stadt Schleusingen sei hier vorbildlich, indem Feuerwehrleute in kommunalen Einrichtungen beschäftigt wären. In wenigen Jahren käme neben der Autobahn auch noch der ICE-Tunnel als Aufgabe hinzu.
Innenminister Geibert bestätigte, die Tagesbereitschaft der Einsatzkräfte stelle ein Kernproblem dar, könne aber arbeitsrechtlich nicht in der Form gelöst werden, dass die Mitgliedschaft bei der Feuerwehr zum Einstellungskriterium gemacht werde.
Die Anwesenden äußerten ihre Zustimmung, dass sich der Innenminister Zeit für ihre Probleme genommen hatte.

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