Die Lage der Wirtschaft im Landkreis Hildburghausen ist hervorragend

Information der IHK Südthüringen

Hildburghausen (wotan/IHK) - Die Umsätze im verarbeitenden Gewerbe sprudeln, die Arbeitslosigkeit nähert sich dem westdeutschen Niveau. Das sorgt für gute Laune in den meisten Unternehmen, auch wenn es da und dort saisonale Eintrübungen gibt.

Die aktuelle Geschäftslage wird von den Unternehmen ähnlich wie im Boom-Jahr 2007 beschrieben. Ein Anteil von 43 Prozent bezeichnet sie als gut, weitere 37 Prozent finden sie befriedigend. Einbrüche gibt es dagegen bei einzelnen Beherbergungs- und Handelsbetrieben sowie Bau-Unternehmen. Daher wird die gute Lagebeurteilung aus dem Herbst 2010 leicht unterschritten.
Insgesamt ist aber die Einkommenssituation der Unternehmen gut: 50 Prozent verbuchen derzeit Gewinne, weitere 31 Prozent arbeiten kostendeckend. Zugleich zeigt der Auftragsbestand – für 31 Prozent ist er verhältnismäßig groß, für weitere 46 Prozent ausreichend – dass weiteres Wachstumspotenzial besteht.
Die Unternehmen sind jedoch zurückhaltend. So stehen einem Anteil von 26 Prozent der Unternehmen, der in den nächsten Monaten noch bessere Geschäfte erwartet, ein Anteil von 28 Prozent gegenüber, der mit Rückgängen rechnet. Daher sinkt der Konjunkturklimaindikator, mit dem die IHK Südthüringen die Lage- und Erwartungseinschätzungen aller Unternehmen auf einen Wert zusammenfasst, leicht um 1,2 Punkte. Er erreicht nun einen Wert von 109,5 Punkten. Zum Vergleich: Im IHK-Bezirk Südthüringen erreicht der Konjunkturklimaindikator aktuell einen Wert von 117,8 Punkten.
Für Dr. Ralf Pieterwas, Hauptgeschäftsführer der IHK Südthüringen, ist der leichte Rückgang des Indikators kein Grund zur Sorge: „Ein einmaliger Rückgang macht noch keinen Trend. Unser Indikator ist im Herbst 2010 im Landkreis Hildburghausen um 10,7 Punkte gewachsen. Die Wirtschaft hat sich hier nach der Krise sehr schnell erholt. Das zeigt ihre Stärke, weckt aber bei dem einen oder anderen Zweifel, ob sich das Wachstum in diesem Tempo fortsetzen lässt. Ich halte auch in den nächsten Monaten weitere Zuwächse für möglich.“
Die Zuversicht der IHK speist sich aus verschiedenen Indikatoren. Fast 77 Prozent der Industrie-Unternehmen verkaufen Produkte im Ausland. Die Exportquote der Industrie liegt dennoch im Durchschnitt der ersten 11 Monate von 2010 lediglich bei 20 Prozent, acht Prozentpunkte unter dem Südthüringer Durchschnitt. Hier besteht also noch ein erhebliches Wachstumspotenzial. Zugleich sorgt die gute Arbeitsmarktentwicklung mit einer Arbeitslosenquote von lediglich 7,4 Prozent im Jahr 2010 für binnenwirtschaftliche Nachfrageimpulse.
Zudem ist die Wirtschaft im Landkreis Hildburghausen expansiv ausgerichtet. 13 Prozent der Unternehmen planen Erweiterungsinvestitionen. Diese werden flankiert mit einem weiteren Beschäftigungsaufbau in 17 Prozent der Unternehmen. Zur Absicherung des Aufschwungs ist jetzt auch die Wirtschaftspolitik gefragt. Vor allem eine Schärfung der Außenwirtschaftsförderung ist dringend geboten. Diese sollte einhergehen mit einer Innovationsförderung, die möglichst allen Unternehmen offen steht.

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