Geraer Schwimmerin brilliert bei Masters-WM im italienischen Riccione

Ein kompletter Medaillensatz für Severine Volkhammer

Gera (rs) - Eine wohl angenehme Aufgabe fiel Geras Oberbürgermeister Dr. Norbert Vornehm wenige Tage vor seinem Ausscheiden aus dem Amt zu. So empfing er in Anwesenheit von Hans-Jürgen Günther, Präsident des Thüringer Schwimmverbandes e.V. und Andreas Lauterbach, Präsident des Stadtsportbundes Gera e.V., in seinem Amtszimmer die frischgebackene Maters Weltmeisterin Severine Volkhammer.

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Oberbürgermeister Dr. Norbert Vornehm und FINA Masters-Weltmeisterin Serverine Volkhammer.

© Foto: Stadt Gera


Bei den 14. FINA-Masters-Weltmeisterschaften vom 3. bis 17. Juni 2012 im italienischen Riccione, mit 12.500 Startern der größten Masters-WM aller Zeiten und hochkarätiger Konkurrenz, erkämpfte sie sich mit Gold, Silber und Bronze einen kompletten Medaillensatz.
Einen ersten Achtungserfolg gab es für die Geraer Schwimmerin schon über 50m Schmetterling, wo sie sich in 29,73 Sekunden WM-Silber sicherte. „Damit hatte ich nun gar nicht gerechnet. Das Gute war, jetzt war der Druck von mir gewichen“, erzählt die 31jährige. Über die 200-Meter-Distanz legte sie dann noch einmal kräftig zu und konnte sich nach 01:07,01 Minuten als Weltmeisterin feiern lassen. Bronze gab es dann für die 4-fache Europameisterin und Zweitplatzierte bei Europäischen Titelkämpfen von 2011 in Jalta über 200 Meter in 02:32,54 Minuten. „Eigentlich wollte ich über die 200-Meter-Distanz nicht starten, hatte mich dann doch entschieden, mit einer Medaille aber nicht gerechnet, war ich doch als Achtschnellste gemeldet. Weil die Medaille hier am unverhofftesten kam, ist sie für mich fast die Schönste“, erzählt sie. Ihr liegen mehr die Kurzstrecken, bleiben ihr doch täglich nicht mehr als eine Dreiviertelstunde Training, mehr sei nicht drin, lässt ihr Tagesablauf nicht zu.
Entdeckt wurde sie 1987 als Erstklässlerin, damals hieß sie noch Severine Götze, von Hans-Jürgen Günther. „Er kam in unsere Klasse und hat gesagt: du bist groß, du bis groß . . ., ihr kommt zum Schwimmen“, erinnert sich Severine Volkhammer noch heute, als wäre es gestern gewesen. Hans-Jürgen Günther kommt dabei ins schmunzeln. Recht hat er gehabt. Bis 2000 schwamm sie aktiv beim SV Gera, legte dann eine Pause ein, widmete sich dem Studium der Sportökonomie und Sohn Leon. Gemeinsam mit ihrem Mann Kay begann sie vor drei Jahren wieder mit dem Training. Neben dem Schwimmen im Hofwiesenbad, absolviert sie regelmäßig ein Kraft- und Fitnessprogramm. „Ich versuche Familie, Beruf, sie arbeitet als Marketingassistentin und Sport unter einen Hut zu bringen. Bisher gelungen ist mir es wohl auch deshalb, weil ich heute intensiver und bewusster trainiere“, verrät Severine Volkhammer, wobei sie viel Unterstützung durch Eltern und Großeltern erhält. Und noch ein Grund für ihre gewachsene Leistungskraft hat sie ausgemacht: „Man sagt, dass Frauen nach der Geburt eines Kindes zu höheren Leistungen fähig sind.“ Ein Argument, was unter den Anwesenden für Heiterkeit sorgte. Möglich, dass es für die Geraer Masters-Schwimmweltmeisterin zutrifft, so recht vertiefen wollte aber niemand dieses Thema.
Severine Volkhammer bedankte sich bei Oberbürgermeister Dr. Norbert Vornehm für den herzlichen Empfang und meinte zum Abschied, dass sie darauf hofft, dass sie auch künftig unter solchen hervorragenden Bedingungen, wie es das Hofwiesenbad bietet, trainieren kann.

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