Der Tod wird hier teurer

Friedhofgebühren in Weimar steigen deutlich an

(haw) - Mehr als deutlich steigen in diesem Jahr die Friedhofgebühren in Weimar. Demnächst kostet z.B. ein Reihengrab für eine Erdbestattung bis zu 80 Prozent mehr als bisher. Das sind u.U. etwa 1.000 Euro mehr. Auch die Preise für andere Dienstleistungen rund um Friedhof und Grab werden deutlich angehoben.

Beschlossen wurde die neue Gebührensatzung Ende Januar im Stadtrat. Die alte Satzung ist bereits seit zehn Jahren gültig. Angeblich erklärt dies auch, weshalb die Gebühren jetzt so sprunghaft steigen. Laut Thüringer Kommunalabgabengesetz nämlich müssen sie eigentlich alle vier Jahre neu kalkuliert werden. In Weimar aber war die Anpassung seit nunmehr sechs Jahren überfällig.

 

Eine Schlussfolgerung daraus: Weimars Friedhofverwaltung war bisher unterfinanziert. Die zuletzt 2002 angepassten Gebühren entsprachen schon längst nicht mehr der Kostenentwicklung. Gravierende Beispiele: die Energiekosten und die Personalkosten.

Es gibt aber auch Gebühren, die in der bislang gültigen Satzung noch gar nicht auftauchen. Dabei geht es um neue Grabarten, die erst seit einigen Jahren von Bedeutung sind: Das betrifft insbesondere das anonyme Urnengemeinschaftsgrab (die so genannte „Grüne Wiese“) und das Baumgrab.

Wer Gräber von der Friedhofverwaltung pflegen lässt, zahlt indes jetzt pro Arbeitsstunde ein Viertel mehr. Das aber ist nicht Teil der Gebührenordnung. Diese „Kundengrabpflege“ ist ein Gewerbe, das die Stadt betreibt. Auch dabei führen gestiegene Lohn- und Betriebskosten zu Preiserhöhungen.

Gewerblicher Natur ist ebenfalls das Krematorium. Hier werden die Preise weniger deutlich angehoben. Sie wurden zwischenzeitlich bereits angepasst. 

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