Kreis und Städte geben gemeinsam einen städteübergreifenden Schulentwicklungsplan in Auftrag

Gutes Beispiel für interkommunale Zusammenarbeit

Bild anzeigen Landrat Friedhelm Spieker © Foto: Kreis Höxter

Kreis Höxter. Die demographische Entwicklung macht weder vor Schulen noch vor Stadtgrenzen Halt. Im Schulterschluss geben die zehn Städte und der Kreis Höxter daher die Erarbeitung eines städteübergreifenden Schulentwicklungsplans in Auftrag. "Wir sind überzeugt, dass uns die dauerhafte Zukunftssicherung unserer Schulen nur gemeinsam gelingt," begründet der Sprecher der zehn Bürgermeister, Christian Haase, den festen Willen zur Zusammenarbeit. „Unser aller Ziel muss es sein, trotz rückläufiger Schülerzahlen unsere hohe Bildungsqualität im Kreis Höxter zu sichern", betont Landrat Friedhelm Spieker.

„Bildung ist ein wichtiger Standortfaktor für die Region, nicht nur für Unternehmen und Führungskräfte, sondern auch für Eltern." Beauftragt wird das renommierte Institut für Schulentwicklungsforschung, das an der Technischen Universität Dortmund angesiedelt ist. Unter der Leitung des Schulbildungsexperten Dr. Ernst Rösner hat das Institut im Auftrag von Bund, Ländern, Kreisen und Gemeinden bereits zahlreiche fundierte Analysen zur Schulentwicklung und Forschungsvorhaben zur Schulentwicklung erfolgreich durchgeführt.

Unter Einbeziehung aller Schulträger – auch privater Schulträger - soll die Arbeit an dem städteübergreifenden Schulentwicklungsplan am 1. Dezember 2010 starten. Nach den Sommerferien im Jahr 2011 wird der Plan voraussichtlich vorliegen. „Wir wollen in jedem Fall noch die Anmeldungen für das Schuljahr 2011/2012 berücksichtigen", erläutert Steinheims Bürgermeister Joachim Franzke, der im Einvernehmen mit dem Kreis und den Städten die Koordination in die Hand genommen hat.

Der städteübergreifende Schulentwicklungsplan soll den Verantwortlichen insbesondere bei politischen Beschlussfassungen als Grundlage für zukunftssichere Entscheidungen dienen. „Damit wird auch den Räten und Schulverwaltungsämtern eine gute Datenbasis für ihre Entscheidungen zur Verfügung stehen", ist Haase sicher. „Ohne gesicherte Daten sind Diskussionen über Modelle wie die Gemeinschaftsschule wenig zielführend", so Landrat Spieker. „Vorher brauchen wir genaue Informationen über Schülerströme und Schulentwicklungspotentiale."

Als gemeinschaftliches Ziel nannten Landrat Spieker und Bürgermeistersprecher Haase: „Auf der Basis des Gutachtens wollen wir ein gemeinsames Vorgehen abstimmen und uns auf städteübergreifende Lösungsansätze einigen." „Bereits beim kreisweiten Straßen- und Wegenetz sind wir mit einem städteübergreifenden Gutachten gut gefahren", weist Landrat Friedhelm Spieker in die Zukunft. Einen städteübergreifenden Schulentwicklungsplan bezeichnete er als weiteren wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu einer verstärkten interkommunalen Zusammenarbeit.

„Bei einem harten Überlebenskampf von Schulen gegeneinander können alle Städte nur verlieren", erklärt Haase für die Bürgermeister. Das gemeinsame Vorgehen sei der Königsweg in die Zukunft.

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