Machnig: Langfristige Entwicklungsperspektive für den Thüringer Opel-Standort

Opel Eisenach: Richtfest für neue Werkshalle gefeiert

Eisenach (TMWAT) - Die Vorbereitungen für die Produktion des neuen Opel-Kleinwagens in Eisenach laufen auf Hochtouren: Rund 190 Millionen Euro investiert die Adam Opel AG in den Ausbau des Standorts – davon fließen rund 15 Millionen Euro in den Bau einer neuen, rund 22.000 Quadratmeter großen Produktionshalle. Für dieses Gebäude wurde heute Richtfest gefeiert. Die Fertigstellung ist für das zweite Quartal 2012 geplant – im Januar 2013 startet die Serienproduktion des neuen Kleinfahrzeugs mit dem Arbeitstitel „Junior".

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Thüringer Wirtschaftsminister Matthias Machnig

© TMWAT

„Das Werk verfügt mit dem neuen Modell wieder über eine gute Entwicklungsperspektive", sagte Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig. Er sieht in der Erweiterung eine langfristige Sicherung und Stärkung des Standorts. „Mit der Investition wird die Fertigungstiefe in Eisenach deutlich erhöht", so Machnig. Künftig könne ein größerer Teil der Fahrzeugkomponenten in Eisenach selbst produziert und montiert werden. Neben der neuen Werkshalle investiert das Unternehmen vor allem in die Anschaffung der notwendigen Produktionsanlagen und Maschinen. Das Land unterstützt die Erweiterung mit 15,5 Millionen Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW).

Die 1992 gegründete Opel Eisenach GmbH produziert derzeit Fahrzeuge des Typs Corsa. Mit rund 1.600 Beschäftigten gehört das Unternehmen zu den größten Arbeitgebern in Thüringen. Ab dem Jahr 2013 soll in dem Werk auch das neue Kleinwagenmodell „Junior" im Segment unterhalb des Corsa vom Band rollen. Die Entscheidung dazu hatte der damalige Opel-Chef Nick Reilly im September 2010 mitgeteilt. Der Freistaat Thüringen hatte dem Unternehmen bereits im April 2010 die volle Unterstützung für den Fall angeboten, dass die Kleinwagenproduktion in Thüringen angesiedelt wird.

Für einen Autohersteller sei es entscheidend, in Innovation, Qualität und neue Antriebe zu investieren, um am Markt bestehen zu können, sagte Machnig. Eisenach habe sich mit seinen hohen Produktivitäts- und Qualitätsmaßstäben bei der wichtigen Standortentscheidung für das neue Kleinwagenmodell letztlich durchsetzen können: „Damit verfügt das Thüringer Werk künftig über Alleinstellungsmerkmale auch innerhalb des Konzerns." Er setze deshalb darauf, dass Opel künftig auch in den Thüringer Green-Mobility-Aktivitäten eine wesentliche Rolle spielen werde. „Das ist ein Zukunftsthema, von dem wir künftig stärker profitieren wollen und das wir auch sehr stark unterstützen werden", so der Minister.

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