Schmalkalden/Meiningen (tk) - Am kommenden Sonntag, den 06. Mai 2012 müssen die Wähler im Landkreis Schmalkalden-Meiningen erneut den Gang ins Wahllokal antreten und entscheiden, ob sie ihre Stimme lieber dem CDU-Landratskandidaten Michael Heym oder doch eher Peter Heimrich von der SPD geben wollen. Letzterer hatte seinen Kontrahenten Heym am vergangenen Wahlsonntag mit 43,7 zu 40,8 Prozent überraschend in die Stichwahl gezwungen. Für beide heißt es nun, noch einmal die letzten Kräfte zu mobilisieren und Wähler ins Boot zu holen.
Zum Besuch der Kanzlerin am vergangenen Freitag noch zuversichtlich, muss CDU-Landratskandidat Michael Heym (l.) nun in die Stichwahl.
© Foto: Tina KwiatkowskiHeym konnte die meisten Stimmen erwartungsgemäß in seiner Heimatgemeinde Rohr einfahren: 72,4 Prozent der Wähler schenkten ihm dort das Vertrauen. Auch in den Gemeinden Ellingshausen und Erbenhausen fanden sich mit 71,6 bzw. 68,5 Prozent der Wähler viele Heym-Sympathisanten. Nachlegen muss der 1962 geborene CDU-Landtagsabgeordnete aber beispielsweise noch in Schmalkalden, wo er im ersten Wahlgang nur 25,8 Prozent der Stimmen auf sich vereinen konnte.
Auch SPD-Kandidat Peter Heimrich erhielt den größten Zuspruch in seiner Heimatgemeinde Breitungen/Werra, wo er seit 2004 Bürgermeister ist und am vergangenen Sonntag 72,5 Prozent der Wähler für sich gewinnen konnte. Viele Heimrich-Wähler fanden sich zudem in den Gemeinden Fambach und Roßdorf mit einem Stimmanteil von 63,7 bzw. 62,1 Prozent. Reserven hat der Breitunger etwa noch in der Gemeinde Birx, wo er im ersten Wahlgang lediglich 7,9 Prozent der Wähler restlos überzeugte.
Letztere hatte am Sonntag zu den Ortschaften gehört, in denen der einstige Landratsanwärter der Linken, Ronald Hande punkten konnte. 33,3 Prozent der abgegebenen Stimmen entfielen dort auf ihn. Die besten Ergebnisse erzielte jedoch auch er in seinem Heimatort Benshausen mit 33,8 Prozent der Stimmen, dicht gefolgt von Frankenheim mit einem Stimmanteil von 31,9 Prozent.
In den 170 Stimmbezirken des Landkreises waren insgesamt 110.244 Personen zur Wahl des Landrates berechtigt. Nur 56.045 Wähler nahmen von diesem demokratischen Grundrecht auch tatsächlich Gebrauch, was einer Wahlbeteiligung von 50,8 Prozent entspricht. Von den abgegebenen Stimmen waren 1.002 ungültig.
Noch keine Kommentare vorhanden