Gera (pt) - Thüringen hat sich das Ziel gesetzt, Kindertageseinrichtungen zu „Eltern-Kind-Zentren“ weiterzuentwickeln, um Familien in ihrem Lebens- und Familienalltag zielgerichteter unterstützen zu können. Hierzu werden im Rahmen des Projekts neben Gera weitere neun Kindertageseinrichtungen in Thüringen bei ihrer Weiterentwicklung zum „Eltern-Kind-Zentrum“ begleitet.
Aus dem Grund besuchte Thüringens Sozialministerin Heike Taubert (SPD) am 27. Mai die Kindertagesstätte „Am Schreberweg“ der Volkssolidarität. Sie wurde von Geras Oberbürgermeister Dr. Norbert Vornehm (SPD) und der Vorsitzende des Kreisvorstandes Margit Jung begleitet.
Dr. Norbert Vornehm (li.) besucht gemeinsam mit Margit Jung (2.v.r.), Vorsitzende des Kreisvorstandes und Sozialministerin Heike Taubert (re.) die Kindertagesstätte "Am Schreberweg" und übereicht einem Mädchen einen Satz Bauklötze.
© Foto: Peter ThieleBeide Politiker informierten sich über die Entwicklung des Projektes „Eltern-Kind-Zentrum“. Dr. Vornehm ließ es sich nicht nehmen ein bisschen Fussball mit den Kindern zu spielen.
Leiterin Heike Schikora erklärte, wie das Projekt bei den Eltern und Kindern ankommt. „Bei uns geht es darum, dass Netzwerke geschaffen werden, die den Eltern und uns als Erziehern weiterhelfen. So suchen wir Kontakt zu Schulen, Vereinen, Berufsschulen für Soziales, aber auch nach Kontakten zu älteren Menschen die oft sehr hervorragend mit den Kindern umgehen können.“, erklärt Frau Schikora. „Aber es geht nicht nur ums Kind. Auch die Eltern werden bei uns mit einbezogen. Denn Kinder entwickeln sich nur so, wie es auch ihr Umfeld erlaubt.“
Erzieherin Jana Müller erzählte von den Erfahrungen bei den Treffen mit anderen Einrichtungen bei Weiterbildungsmaßnahmen. „Wir sind in Thüringen mit unseren Konzepten ganz vorn und haben dass was einige Kitas im Süden Thüringens jetzt erst umsetzen, schon vor vielen Jahren durch. Was wir jetzt wünschen ist, dass sich ältere Menschen verstärkt einbringen.“
Einen Patenschaftsvertrag gibt es schon länger. Um genau zu sein, schon seit 10 Jahren. So arbeiten die Erzieher mit der Volkssolidarität-Ortsgruppe vom Galgenberg intensiv zusammen. Die Mitglieder wie Hanna Mlinarsky, Lilo Hering und Wolfgang Linsel sind oft im Kindergarten. „Es ist toll wenn wir den Kindern Dinge wie stricken beibringen können. von dem was wir geben, bekommen wir auch viel Liebe von den Kindern wieder zurück.“, erzählt Frau Hering. „Aber auch die Erzieher brauchen einfach an bestimmten Tagen unsere Unterstützung und dann sind wir einfach da.“, fügt Herr Linsel mit ein. „Wenn sich jetzt jemand für eine ehrenamtliche Tätigkeit in einem Kindergarten angesprochen fühlt, kann man sich jederzeit in der Volkssolidarität Informationen geben lassen.“
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