Vereinbarung zwischen Straßenbauamt und Ilm-Kreis getroffen

Jonastal bleibt für PKW offen

Arnstadt (ke) - Am 27. Februar unterzeichneten Bernd Hoffmann, Leiter des Straßenbauamtes Mittelthüringen, und Landrat Benno Kaufhold eine Verwaltungsvereinbarung, durch welche die Zukunft der Verbindungstraße zwischen Crawinkel und Arnstadt vorläufig gesichert zu sein scheint.

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Bernd Hoffmann (li.) und Benno Kaufhold unterzeichneten die Vereinbarung über den Erhalt der Verbindungsstraße für PKW und Rettungsfahrzeuge.

© Foto: Kerstin Engelmann

Zunächst ist für 2013 die Instandsetzung der maroden Brückenbauwerke geplant. Die Planungen dafür, wie die stark beschädigten Brücken im Einklang mit Natur- und vor allem Trinkwasserschutz wieder in eine gefahrfreie Befahrbarkeit versetzt werden können, sollen in Kürze beginnen. Anschließend soll im Jahr 2014 der Straßenabschnitt von Arnstadt bis zum Abzweig Gossel erneuert werden, im darauffolgenden Jahr dann die letzte Teilstrecke von Gossel bis nach Crawinkel. Solange werden die Streckenabschnitte noch vom Land unterhalten. „Erst nach Abschluss der Maßnahmen wird die Straße zur Kreisstraße abgestuft“, versicherte Bernd Hoffmann. Aber auch die Anschlussstraße von Siegelbach bis ins Jonastal wird dann Kreisstraße werden. Die Straßenkilometer des Jonastals die innerhalb der Arnstädter Stadtgrenzen liegen sowie der Teil der Espenfelder Ortsdurchfahrung sollen als Gemeindestraßen in Verantwortung der Stadt Arnstadt übergehen.
„Damit kommen wir auf kommunaler Ebene in die Entscheidungsgewalt und können langfristig den Erhalt der Verbindung in eigener Verantwortung absichern", so Landrat Benno Kaufhold während der Vereinbarungsunterzeichnung.

Bereits Ende 2009 hatte sich der Kreistag des Ilm-Kreises für die Durchfahrtsfreiheit der Straße durch das Jonastal ausgesprochen und den Landrat damit beauftragt, Verhandlungen mit dem Freistaat zu führen. Die geführten Diskussionen in den vergangenen Jahren betrafen insbesondere den kritischen Streckenabschnitt zwischen dem Ortsausgang Arnstadt und der Auffahrt Espenfeld mit mehreren eingeschränkt befahrbaren Brückenbauwerken. Nach mehreren Verhandlungsrunden zwischen Landrat, Bauministerium und dem Straßenbauamt Mittelthüringen konnte jetzt mit dieser Vereinbarung die Erhaltung der Straße durch das Jonastal erreicht werden.

„Die Verbindung zwischen Arnstadt und Crawinkel ist eine wichtige Strecke, die täglich von vielen Pendlern mit dem PKW aus unserer Nachbarregion nach Arnstadt und in Richtung Erfurter Kreuz genutzt wird. Diese müssen wir erhalten", sagte Kaufhold. Frühzeitig hatte er sich dazu gemeinsam mit seinem Gothaer Amtskollegen Konrad Gießmann mit dem Bauministerium und dem Straßenbauamt Mittelthüringen auseinandergesetzt, in deren Verantwortung die Straße liegt.
Beide Landesbehörden sehen das Offenhalten der Strecke - ebenso wie die Landräte - als notwendig an. Deshalb will man das Jonastal für den PKW-Verkehr offen halten und die Strecke in den kommenden Jahren erneuern. Allerdings müsse auch die Befahrbarkeit der Strecke für Rettungsfahrzeuge gewährleistet sein, betonte Kaufhold. Wie allerdings der Lastverkehr aus der schmalen Verbindungsstraße herausgehalten werden soll, ist bisher noch nicht klar. Verbotsschilder haben in der Vergangenheit ihre Wirkung nur zu oft verfehlt, wie sowohl Bernd Hoffmann aus Beobachtungen bei Verkehrszählungen oder Besichtigungsterminen als auch Landrat Kaufhold aus der Erfahrung berichten konnten. Immer wieder nutzen Busse, schwere Fahrzeuge oder gar Tieflader die Verbindungsstraße trotz des Durchfahrtverbotes, so dass zuletzt die Fahrspuren künstlich verengt werden mussten.

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